Isabel Allende: „Ein unvergänglicher Sommer“

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Lucia, Evelyn und Richard – drei Menschen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben – werden durch einen unglücklichen Auffahrunfall in Brooklyn während einer Schneekatastrophe zusammengewürfelt. Richard, benommen von Alkohol und diversen Tabletten, verliert während der Autofahrt seine Brille. Er versucht, sie im Fußraum aufzufinden, passt einen Augenblick nicht auf und rutscht auf der glatten Straße in einen Lexus. Beim Aussteigen fällt er wegen der Glätte fast hin. Aus dem Lexus steigt eine junge Frau, spricht nicht mit ihm, sondern haut nur wie wild auf den Kofferraumdeckel, der sich nicht mehr richtig schließen lässt. Dann steigt sie wortlos wieder in den Wagen und fährt davon. Richard kann gerade noch seine Visitenkarte in ihr Auto werfen.

Mitten in der Nacht jedoch, Richard ist längst wieder in seiner Wohnung angekommen, klingelt es an der Tür, und die junge Frau steht bei Richard in der Wohnung. Da sie nicht redet, nimmt Richard an, dass sie kein Englisch versteht. Er ruft daraufhin seine Untermieterin Lucia, eine Südamerikanerin, zur Hilfe. Tatsächlich fasst Evelyn, so heißt die junge Autofahrerin, Vertrauen zu Lucia und berichtet, dass im Kofferraum des Lexus eine Leiche liege. Aus einem harmlosen Autounfall wird plötzlich ein Verbrechen…

Evelyn stammt aus Guatemala, hält sich illegal in den USA auf und hat sich den Lexus ohne Erlaubnis ihres Arbeitgebers ausgeliehen. Von der Leiche im Kofferraum wusste sie nichts. Im Laufe des Romans erfährt der Leser viel über Migration aus Mittelamerika in die USA, die Zustände in den Herkunftsländern, in denen ein normales Leben unmöglich ist und wo die Menschen zur Flucht gezwungen werden.

Isabel Allende hat über dieses Thema einen fesselnden Roman geschrieben, den man bis zum Schluss nicht aus den Händen legen kann.

Das Buch ist im Suhrkamp-Verlag erschienen, umfass 348 Seiten und kostet 24 Euro

Barbara Raudszus

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