| Friedrich Ani:" Die Erfindung des Abschieds" |
| Kriminalroman über eine desolate Kindheit | |
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Doch was sind das für Polizeibeamte, die an dieser Recherche teilnehmen? Die Kommissarin Sonja Feyerabend und ihr Kollege Martin Heuer sind nicht nur mit der Lösung dieses Falls beschäftigt sondern zusätzlich stark durch den "durchgeknallten" Kollegen Tabor Süden belastet, der sich nach seinem letzten Fall in eine einsame Berghütte zurückgezogen hat und dort nackt
Indianertänze und andere Meditationsübungen veranstaltet. Süden wäre jedoch gerade in diesem Fall besonders nützlich gewesen, da er mit seinen seherischen Fähigkeiten schon so manchen Fall unkonventionell gelöst hat.
Der Roman "Die Erfindung des Abschieds" weist viele Elemente des Kriminalromans auf. Es geht um das Verschwinden eines Kindes, einen Mord und einen Selbstmord. Die Handlung wird mit viel
Spannung aufgebaut, und der Leser nimmt teil an der atemlosen Suche nach den Tätern.
Aber es geht auch um viele zwischenmenschliche Beziehungen. Im Mittelpunkt steht eine Kinderseele, die zuviel Lieblosigkeit und Gewalt erfährt und auch noch den einzigen Halt verliert. Unfähige, unglückliche oder gewalttätige
Elternteile zeigen sich der Verantwortung für ein Kind nicht gewachsen, und schließlich können auch die Polizisten nicht jedes Unglück verhindern und müssen mit ihrer Ohnmacht fertig werden. Der Roman thematisiert die Suche der
Menschen nach dauerhaften Bindungen, die auch immer mit Abschieden einhergehen. Die
Abschiede regen zum Nachdenken an machen Bindungen manchmal erst möglich.
Fazit:
Ein vielschichtiger Kriminalroman über den alltäglichen menschlichen Überlebenskampf. Der sachliche Erzählstil kommt ohne den heute üblichen schnoddrigen oder betont witzigen Ton aus. Die Geschichte ist logisch und
spannungsreich aufgebaut, die Denkweise und Charaktere der Personen hat der Autor differenziert dargestellt..
Das Buch ist unter der ISBN 3-453-14296-9 im Heyne-Verlag erschienen und kostet 39,80 DM.
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