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Im
Zeitalter der Emanzipation zeigen Frauen in Susy Schmids Kurzge- schichten,
welcher Grausamkeiten sie fähig sind.
Da ärgert sich Rita schon seit Jahren über die Bergwandertou-
ren ihres Mannes. Sie würde am Wochen- ende lieber ausschlafen und
es gemütlich angehen lassen, aber Guido plant ständig neue Touren
auf die höchsten Gipfel und Rita muss mit. Am liebsten würde
sie ihn in die rotbestrumpften Waden beißen, die da frohgemut vor
ihr herklettern. Doch plötzlich trifft Guido der Schlag und er bleibt
wie eine gefällte Eiche auf dem Bergpfad liegen. Schon plant Rita,
was sie mit der neu gewonnenen Freiheit anfangen wird, da öffnet Guido
die Augen. Aus der Traum?! Doch Rita handelt schnell und ergreift dei Chance
einer neuen Freiheit....
In einer anderen Geschichte muss sich eine
junge Frau in einer Berghütte der Zudringlichkeit des Hüttenwirtes
erwehren, der nächtens auf dem Matratzenlager wegen der angeblich
großen Kälte immer näher an sie herankriecht. Am nächsten
Tag erfährt sie, dass es diesen Hüttenwirt überhaupt nicht
gibt, ein Bergsteiger seines Namens jedoch seit 10 Jahren in der Wand hängt....
Susy Schmids Geschichten beginnen immer recht harmlos und beschreiben
normale Alltagssituatio- nen, in die sich der Leser gut hinein versetzen
kann. Doch irgendwann nehmen die Erzählungen skurrile, ja grausame
Wendungen. All das wird in einem süffisanten Ton erzählt, der
dem Leser bei aller Grausamkeit ein Schmunzeln entlockt.
Fazit:
Empfehlenswerte Schauergeschichten, mit weiblicher Finesse durchsetzt.
Das Buch ist im Cosmos Verlag, Bern, unter der ISBN 3-305-00390-1 erschienen
und umfasst 132 Seiten.
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