| Alfred Komarek: "Blumen für Polt" |
| Ein Krimi in Österreichs beschaulichem Weinviertel | |
Die
beschauliche Betriebsamkeit im Wies- bachtal, dem Weinviertel nördlich
von Wien mit seinen Presshäusern, Bauernhöfen und der kleinen
Dorfschule, ist gestört. Willi, der geistig Behinderte des Dorfes,
ist einen steilen Abhang hinuntergestürzt und zu Tode gekommen. Kurz
danach ereignet sich noch ein Verkehrsunfall, bei dem ein Mopedfahrer tödlich
verunglückt.
Die Bewohner des Dorfes scheinen den beiden Todesfällen keine besondere
Bedeutung beizu- messen. Willi - für Viele nur der Dorfdepp - war
sowieso Manchen ein Dorn im Auge. Der Moped- fahrer trank gerne einen über
den Durst, und da konnte schon einmal ein solcher Unfall passieren. Doch
Kommissar Polt hakt nach. Erstens ist es sein Beruf Todesfälle aufzuklären,
und zweitens hat er einen Riecher dafür, wenn etwas faul ist. Willi ist jedenfalls nicht so ohne Weiteres
oder gar zufällig den Abhang hinunter gestürzt. Da könnte
schon jemand nachgeholfen haben. War es die "Viererbande", vier Schüler
um die zehn Jahre, die gerne Abenteuerspielchen spielten, oder waren es
die unerzogenen jugendlichen Zwillinge, die nur Blödsinn und Alkohol
im Kopf haben?
Es ist nicht einfach für Polt, denn sowohl die Eltern der Kinder
und Jugendlichen wehren sich gegen jegliche Untersuchung als auch die Lehrerin,
für die Polt durchaus etwas mehr als nur Zuneigung emp- findet.
Dieser Kriminalroman lebt nicht nur vom Plot son- dern auch von den
detaillierten Milieuschilderungen aus dem Weinviertel und den Charakterstudien
der Dorfbewohner, die eigentlich ganz normale Men- schen mit kleineren
oder größeren Fehlern sind.
Das Buch “Blumen für Polt” von Alfred Komarek ist im Haymon-Verlag
unter der ISBN 3-85218-321-9 erschienen. |