Michael Larsen: "Ohne sicheres Wissen"

Ein Krimi um virtuelle Realitäten
 

Monique wird ermordet aufgefunden. Ihr Verlob- ter, der Journalist Mol- berg, macht sich auf die Suche nach dem Mör- der. Bei seinen Recher- chen stößt er auf Porno- filme, in denen Monique mitgespielt haben soll. Kannte er seine Ver- lobte so wenig, dass er dies nicht gewusst hat? Er kann sich seine Freundin in diesem billigen Umfeld nicht vorstellen. Die Zimmernummer eines Hotels in Los Angeles und der Name eines ihm völlig Unbekannten sind die wenigen Anhaltspunkte, die er hat. 

Molbergs Leben wird fortan bestimmt von der Suche nach dem Täter. Dabei gerät er in die Welt digitaler Bild- und Filmmontagen. Die virtuelle Welt, in die er immer tiefer eindringt, lässt die Realität - oder was immer man dafür hält - immer unglaubwürdiger erscheinen.  
 

Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion werden fließend, das Verwirrspiel immer undurchschau- barer, und Molberg weiß zum Schluss selbst nicht mehr, ob es noch Sinn hat, Widerstand zu leisten oder sich der virtuellen Welt zu ergeben. Kann man den Nachrichten noch glauben oder ist alles schon manipuliert? Molberg traut seinen Augen nicht, als er aus den Nachrichten erfährt, dass er des Mordes an seiner Verlobten verdächtigt wird. Sensationelle Aufnahmen beweisen die Tat.

Fazit:
Ein spannungsgeladener Thriller über die ver- schwimmenden Grenzen zwischen realer und virtueller Welt, der dem Leser keine eindeutige Lösung präsentiert.

Das Buch (267 Seiten) ist im Deutschen Taschenbuchverlag (dtv) unter der ISBN 3-423-20302-1 erschienen und kostet 17,50 DM.