| Klaus Brill: Beim Papst im Zimmer brennt noch Licht |
| Recherchen im Vatikan | |
Der
Vatikan ist nicht nur Ziel vieler katholischer Pilger und politischer Prominenz,
sondern auch seit langem Thema vieler mehr oder weniger reiße- rischer
Thriller, die sich meist um angeblich geheim gehaltene Dokumente drehen.
Gerne unterstellt man dem Oberhaupt der katholischen Kirche zwecks Machterhaltung
ungenierte Manipulation oder Ver- schleierung geschichtlicher Ereignisse.
Das vorliegende Bändchen berichtet erfreulich sachlich und nüchtern
über das Innenleben des Vatikans, ohne deshalb langweilig zu werden.
Autor Klaus Brill hat für seine Recherchen Zugang zu Institutionen,
einzelnen Vertretern und "Externen" des Vatikans erhalten und zeichnet
ein weitgehend unspektakuläres und teilweise sogar respektvolles Bild
des Kirchenstaates. Ob es die Internet-Aktivitäten, die
Oberhirten der lateinischen Sprache, der Exorzismus oder die Frauen im
Vatikan sind, jedem Thema gewinnt Brill informa- tive Aspekte ab, die den
meisten Lesern so nicht bekannt gewesen sein dürften.
Wer dem Vatiukan vorurteilslos gegenübertritt, erfährt aus
diesem kleinen Buch viele aufschlussreiche Details, wer eher mit Vorbehalten
belastet ist, kann bei der Lektüre vielleicht ein paart beliebte Vorurteile
abbauen.
Das Buch ist in der Reihe "Lesereisen" des Picus-Verlages unter der
ISBN 3-85452-720-9 erschienen und umfasst 131 Seiten.
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