| Marianne Fredriksson:"Inge und Mira" |
| Ein Roman um zwei heutige Frauenschicksale | |
Ein Roman um zwei heutige Frauenschicksale
Inge und Mira lernen sich zufällig in einer Gärtnerei in der Nähe von Stockholm kennen. Während Mira die warme Sonne ihrer Heimat Chile liebt, ist Inge an das lange Winterdunkel Schwedens gewöhnt. Die eine glaubt an Gott und hält täglich Zwiesprache mit ihm, die andere ist ein Vernunftmensch und kommt gut ohne Gott aus.
So unterschiedlich die beiden sind, haben sie doch Gemeinsamkeiten. Beide haben ihre Kinder alleine groß gezogen, und ihr eigentlicher Lebensinhalt ist auch heute noch die Sorge um die Zukunft ihrer Kinder, obwohl diese längst erwachsen sind. Inge und Mira sind Freundinnen, die harte Schicksalsschläge hinnehmen mussten und im Leben viel verdrängten um zu überleben.
Das Besondere an ihrer Freundschaft ist, dass sie es sich gegenseitig nicht leicht machen mit der Vergangenheitsbewältigung. Was da sicher verwahrt in dunklen Schubladen ruhte wird in vielen Gesprächen hervor geholt, und beide müssen einen zweiten Leidensweg durchschreiten. Dennoch tun sie sich gut und jede findet dank der Vergangenheitsbewältigung Frieden und einen Neuanfang für die Zukunft.
"Inge und Mira" ist ein Gesprächsroman, eigentlich nicht spannend aber dennoch faszinierend in seiner Menschlichkeit, die sich in dieser intensiven Frauenfreundschaft ausdrückt.
Er zeigt die Stärke von Frauen, die schier Unmenschliches ertragen doch dabei nicht resignieren, sondern immer wieder dem Leben eine Chance geben, indem sie viel Kraft aus sich selbst schöpfen.
Das Buch (236 Seiten) ist im Krüger-Verlag unter der ISBN 3-8105-0637-0 erschienen und kostet 39,80 DM.
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