| Charlotte Link: "Die Rosenzüchterin" |
Drei Frauen - Helene, Franca und Beatrice - sind auf seltsame Weise miteinander verbunden. Die Altersunterschiede sind groß, die Nationalitäten unterschiedlich, und doch haben die seltsamen Pfade des Lebens die drei Frauen zusammengeführt.
Beatrice ist auf der Kanalinsel Guernsey in einem einsam gelegenen Anwesen aufgewachsen. Mitten im zweiten Weltkrieg wird sie als Zwölfjährige von ihren Eltern getrennt. Nun kümmert sich Erich Feldmann, einer der deutschen Besatzer, um das Mädchen. Bei ihm muss sie deutsch lernen, denn Erich glaubt noch an den Endsieg der Deutschen. Wie die Zwölfjährige in ihrer misslichen Situation zurechtkommt und sehr schnell erwachsen wird, wird sehr einfühlsam in diesem Roman von Charlotte Link beschrieben.
Helene ist Erichs junge Frau und leidet unter ihrem herrschsüchtigen Mann. Schon bald verknüpft ein Bund aus Sympathie die junge Frau mit dem jungen Mädchen. Viel später fängt Beatrice an Helene zu hassen, aber dennoch leben beide Frauen bis ins hohe Alter zusammen.
Franca, eine Deutsche, verschlägt es ebenfalls nach Guernsey. Sie hat große psychische Probleme und findet bei Beatrice die Kraft, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. .
Fazit: ein praller Roman voller Spannung, der die Facetten menschlicher Beziehungen von allen Seiten beleuchtet. Liebe, Hass, Unterdrückung, Freiheit und sogar Mord wirbeln das Leben der Protagonisten durcheinander.
Blanvalet Verlag
DM 48,-
ISBN 3-7645-0103-0
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