| Nicholas Sparks: "Das Schweigen des Glücks" |
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Denise Holton hat es nicht leicht im Leben. Sie sorgt allein für ihren vierjährigen Sohn Kyle, der sprechbehindert ist. Der Junge ist vollkommen auf die Mutter fixiert und wird von ihr unterrichtet, nachdem sie eine Odyssee an Arztbesuchen hinter sich hat und diverse Psycho- und Sprachtherapeuten konsultiert hat. Keiner konnte Kyles Störung so recht erklären und so unterrichtet Denise, die ausgebildete Lehrerin ist, inzwischen ihren Sohn selbst. Das alles kostet Denise viel Kraft. Sie musste ihren Beruf als Lehrerin aufgeben und zog in das Haus, das sie von ihren verstorbenen Eltern geerbt hat. Sie lebt dort ziemlich einsam und leidet darunter, keine sozialen Kontakte zu haben. Ihr einziges Glück sind ihr kleiner Sohn und die minimalen Erfolge, die sie sprechtherapeutisch bei ihm erreicht. Als sie eines Spätnachmittags mit Kyle im Auto nach Hause fährt, springt ihr ein Reh vors Auto und sie verunglückt schwer. Als sie aus ihrer Ohnmacht entwacht stellt sie fest, dass ihr kleiner Sohn Kyle verschwunden ist.
Mit der fieberhaften Suche nach dem kleinen Jungen tritt der Feuerwehrmann Taylor Mc Aden in Denises Leben. Zum ersten Mal hat sie das Gefühl einen Menschen getroffen zu haben, den sie lieben könnte. Doch Taylor hat auch sein Päckchen zu tragen. Er fühlt sich seinem Vater gegenüber schuldig und hat Probleme, sich zu seinen Gefühlen gegenüber Denise und Kyle zu bekennen.
Nicholas Sparks hat einen spannenden Roman über Gefühlswelten geschrieben. So wie Stephen King der Meister des Horrorromans ist, ist Sparks meisterhaft im Erkunden des Seelenlebens. Man taucht in seine Romane ein, durchleidet alle Seelenqualen der Helden, freut sich mit ihnen und wird vom Thema nicht mehr losgelassen.
Die Diskrepanz zwischen Lebensglück und Tragik wird glaubwürdig und mit viel menschlicher Wärme geschildert.
Fazit: Ein tolles Frauenbuch für alle, die in Gefühlen baden wollen.
Nicholas Sparks |