Henning Mankell: "Der Mann, der lächelte"

Ein neuer Krimi des schwedischen Erfolgsautors
 

 

Mankells Kommissar Wallandersteckt in einer tiefen Depression. Er hat im Dienst einen Menschen erschossen und kommt nicht darüber hinweg. Schuldgefühle und Verzweiflung plagen ihn. Der Alkohol betäubt zwar den Schmerz, löst aber Wallanders Probleme nicht. Schließlich ist er so weit, dass er den Polizeidienst quittieren will.

Da geschehen zwei Morde, und Wallander ist wieder mitten drin im Geschehen. Die Aufklärung von Verbrechen ist eben doch seine Berufung. Der neue Fall scheint besonders kompliziert zu sein, da es keinerlei Hinweise auf Täter oder Tatmotive gibt. Für Wallander und sein Team beginnt ein mühsames Stochern im Nichts. Als schließlich die Sekretärin der beiden Mordopfer durch eine Mine in ihrem Garten bedroht wird, gewinnt der Roman an Tempo und Spannung. Wer geht so weit sogar Landminen einzusetzen?

Wie immer in Mankells Krimis geht es um die Abgründe der schwedischen - und nicht nur dieser - Gesellschaft. Womit werden solche Unsummen verdient, dass sich ein Einzelner ein Schloss mit professionellem Wachpersonal und eigene Flugzeuge leisten kann?

Wallander lässt sich nicht beirren  und schon gar nicht blenden von einem souverän lächelnden Wirtschaftsmagnaten......

"Der Mann, der lächelte" ist eigentlich das vierte Buch der bisher neunbändigen Wallander-Krimireihe. Daher müssen sich Leser, die Wallander aus den anderen Büchern kennen, etwas umstellen. Die Kollegin Ann-Britt Höglund, bekannt als erfahrene Kriminalistin, wird hier als Neuling in ihr Amt eingeführt. Auch Wallanders Vater weilt noch unter den Lebenden. Jedoch spielt auch diese Geschichte wieder in Ystadt und nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise in die Abgründe einer materialistischen Gesellschaft.