Henning Mankell:"Die rote Antilope"

Ein Roman über Arroganz und Vorurteile der Weißen
 

Als der schwedische Abenteurer und Insekten- forscher Hans Bengler Ende des 19. Jahrhunderts von einer erlebnisreichen Safari durch die Kalahari- Wüste zurückkehrt, entdeckt er bei einem Groß- wildjäger einen kleinen schwarzen Jungen in einem Käfig. Bengler erbarmt sich des armen Geschöpfes und adoptiert es.

Mitsamt seiner Insektensammlung und dem kurzer- hand Daniel genannten Kind bricht er wieder nach Europa auf. Dort hofft er, mit seiner Insektensamm- lung und dem Zurschaustellen des schwarzen Jungen soviel Geld zu verdienen, dass er gut davon leben kann. Er bringt dem Jungen Schwedisch bei, lässt sich von ihm "Vater" nennen und sorgt für sein leibliches Wohl sowie eine gewisse Erziehung. Doch seelisch fühlt sich der Junge seiner Heimat Afrika verbunden und steht in ständigem geistigen Kontakt mit seinen ermordeten Eltern Be und Kiko. Auch sieht er es als   seine unbedingte Pflicht an, die "rote Antilope", die sein Vater in einen Felsen geritzt hat, fertig zu stellen.

Daniel versucht immer wieder, zu fliehen und in seine Heimat zurück zu kehren. Doch alle Versuche schlagen fehl. Die Diskrepanz zwischen der Lebenseinstellung der Weißen und der Sehnsucht des afrikanischen Jungen wird immer größer, und so begeht Daniel schließlich eine Verzweiflungstat.

Henning Mankell, der als Theater-Regisseur und Autor in Maputo/Mosambik lebt, tritt wie schon in "Chronist der Winde" auch in diesem Buch für das Recht der Schwarzen auf eine eigene Lebenseinstellung ein. Er übt herbe Kritik an der Arroganz der Europäer, die nur ihre Relegion und Lebensart gelten lassen und mit roher Gewalt eine Kinderseele brechen, ohne sich des eigenen Hochmuts bewusst zu werden.

Das Buch ist im Zsolnay-Verlag unter der ISBN 3-552-05169-4 erschienen und umfasst 380 Seiten.

Henning Mankell, der als Theater-Regisseur und Autor in Maputo/Mosambik lebt, tritt wie schon in "Chronist der Winde" auch in diesem Buch für das Recht der Schwarzen auf eine eigene Lebenseinstellung ein. Er übt herbe Kritik an der Arroganz der Europäer, die nur ihre Relegion und Lebensart gelten lassen und mit roher Gewalt eine Kinderseele brechen, ohne sich des eigenen Hochmuts bewusst zu werden.

Das Buch ist im Zsolnay-Verlag unter der ISBN 3-552-05169-4 erschienen und umfasst 380 Seiten.