| Karel G. van Loon:" passionsfrucht" |
| Roman über die Geheimnisse einer Beziehung | |
Armin Minderhout ist eigentlich ganz zufrieden mit seinem Leben. Seinen dreizehnjährigen Sohn Bo liebt er genau so wie seine Frau Ellen. Den ersten großen Schicksalsschlag seines Lebens - den Tod seiner ersten Frau Monika - hat er inzwischen dank seiner verständnisvollen zweiten Frau einigermaßen verkraftet.
Sein früheres Leben mit Monika blendet sich jedoch immer wieder in seinen Alltag ein. Erinnerungen tauchen auf und verschwinden wieder. Er fühlt sich an Monikas Tod mitschuldig, weil er seiner Meinung nach nicht schnell genug den Artzt gerufen hat. Vielleicht wäre sie doch noch zu retten gewesen. Doch schon fordern die täglichen Pflichten wieder ihr Recht, und die Gedanken an früher verblassen.
Plötzlich schlägt das Schicksal wieder zu. Armin erfährt bei einer Routineuntersuchung, dass er zeugungsunfähig ist, schlimmer noch, dass er es immer war. Ist Bo also ein "Kuckucksei", das ihm ein Fremder ins Nest gelegt hat? Armins Leben gerät aus den Fugen. Nichts gilt mehr. die Liebe zu seinem - vermeintlichen - Sohn Bo löst sich von heute auf morgen auf. Was jetzt nur noch zählt ist, Bos richtigen Vater zu finden. In Gedanken geht er alle Bekannten Monikas durch. Den einen oder anderen fragt er direkt....
Durch einen Zufall wird er schließlich mit der Wahrheit konfrontiert.Doch die ist schwerer zu verdauen als alles, was er bisher erlebt hat.
Karel G. van Loon hat in seinem Roman ein aktuelles Thema aufgegriffen. In einer spannenderzählten Spurensuche wird auch der Leser gedanklich hin- und hergeworfen zwischen Schuld, Zufall, Schicksal und wahrer Liebe. In Armins Leben scheint nichts mehr Gültigkeit zu haben - oder siegt hier doch die Gültigkeit der Gefühle?
Fernab jedes "Lore"-Romans wird hier eine Realität geschildert, bei der sich die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischen. "Passionsfrucht" - die Frucht der Leidenschaft oder die Frucht, die Leiden schafft?
Der Roman ist im Verlag Gustav Kiepenheuer unter der ISBN 3-378-00631-5 erschienen und umfasst 239 Seiten.
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