Was Weinkenner wissen sollten

Streifzug durch deutsche Rebhänge und Weinberge
 

 

In jedem Jahr reift ein neuer Wein heran. Wer einen Weinführer mit aktuellen Kauftipps heraus- gibt, muss an Fass und Flasche bleiben. Norbert Lewandowski, bekannter Weinkenner und beliebter Autor unterhaltsamer Texte, hat auch in diesem Jahr für Marco Polo alle deutschen Weinbau- gebiete mit neugieriger Zunge und Nase durch- streift. Der Weinfreund findet seine neuesten Kaufempfehlungen von Achkarren bis Zwingenberg an der Hessischen Bergstraße auf 200 Seiten im Taschenbuchformat.

Übersichtliche Karten und prägnante Einführungen in gebietstypische Besonderheiten sind hilfreich für Weinfreunde, die sich nicht zu den Experten zählen. Alphabetisch geordnete Stichworte von "Auslese" bis "Zucker" schildern alles, was Wein- kenner und die es werden möchten - wissen sollten.

Zu lesen ist auch manches, das selbst viele Experten nicht wissen, zum Beispiel unter "Weingut Gunderloch" in Rheinhessen, dass der Schriftsteller Carl Zuckmayer eben dieses Weingut zur Zielscheibe seines derben Schwanks "Der fröhliche Weinberg" machte und die Besitzerfamilie nachhaltig beleidigte, oder dass  in Schwaigern im Anbaugebiet Württemberg eine "Vereinigung der Dichter und Säufer" existiert. Der Weingutchef Graf Josef-Hubert zu Neipperg hat sie 1948 ins Leben gerufen.

Seither zieren die Dichtungen der Säufer die Speisekarte seines Gasthofs. Beispiel für die Genießer: "Lass die Geliebte im Keller, nimm die Flasche mit ins Bett".

Der durchgehend vierfarbige Weinführer umfasst 204 Seiten und kostet 9,95 €.