| Paula Fox: "Was am Ende bleibt" |
| Roman über die Brüchigkeit von Beziehungen | |
Sophie und Otto Bentwood sind durch fünfzehn Ehejahre verbunden und ein eingespieltes Team. Gleichzeitig ziehen sie ihre Stühle hervor, wenn sie sich an den Esstisch setzen. Ihre Dialoge laufen nach einem ähnlichen Schema ab. Man hört sich nicht mehr interessiert zu, denn man weiß schon seit Jahren, was und wie der Partner denkt. Die Einstellungen sind bei beiden fest gefahren.
In die harmonische Monotonie des Alltags bricht eines Tages eine verwilderte Katze ein. Otto will sie nicht im Haus haben und schon gar nicht füttern. Sophie jedoch kokettiert mit der Katze, streichelt sie und lächelt sie an. Die Katze jedoch fährt die Krallen aus und schlägt ihre spitzen Zähne in Sophies Handrücken. Sophie unterdrückt den Schmerzensschrei, weil sie sich der Anwesenheit Ottos bewusst ist.
So wie der Katzenbiss eine latente Bedrohung für Sophies Leben darstellt, so ist auch Ottos ruhige Existenz gefährdet. Sein Geschäftspartner Charlie hat sich von ihm getrennt. Dieser Trennung gingen jahrelange Zwistigkeiten voraus, was Sophie erst jetzt erfährt. Otto hat all seinen beruflichen Stress von Sophie fern gehalten. Er hat sein Männerleben, sie ihr Frauenleben geführt. Im Grunde weiß keiner so recht, wie die innere Welt des Anderen aus- sieht. Die scheinbar so harmonische Beziehung zwischen Otto und Sophie zeigt erste Risse, und die anfänglichen Unstimmigkeiten verdichten sich immer mehr zur existenziellen Bedrohung.
Paula Fox gelang mit diesem Psychogramm einer Ehe 1971 ein literarischer Erfolg in den USA. Heute, dreißig Jahre später, liegt der Roman in der deutschen Übersetzung von Sylvia Höfer vor und ist aktueller denn je.
Das Buch ist im Deutschen Taschenbuch- Verlag (dtv) unter der ISBN 3-423-12971-9 erschienen und kosten 9,- €.
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