| Cilla Naumann: "Eriks Zimmer" |
| Die wichtigsten Schauspiele von der Antike bis heute | |
Sonja und Olov verbringen die Ferienzeit
auf Udden in ihrem schwedischen Ferienhaus. Auch ihr Sohn Erik lebt während des Sommers
dort mit seiner Freundin Annika in einem kleinen Holzhaus. Sonja ist Anwältin, Olov als
Kinderarzt in einer Gemeinschaftspraxis tätig, und Erik ist mitten im Studium. Eine Zeit
der Ruhe und Entspannung tut allen gut. Da geschieht das Unfassbare: Erik wird von
der Polizei verhaftet. Er steht unter Mordverdacht. Wie kann das sein? Erik war ein
pflegeleichtes Kind, immer gut in der Schule. Die Familie ist intakt. Wahrscheinlich
handelt es sich um eine falsche Anschuldigung, die bald aufgeklärt sein wird. Doch die Presseberichte über Eriks
Verbrechen hören nicht auf, und Olov und Sonja werden zunehmend bloßgestellt. Je mehr
Olov über seinen Sohn nach- denkt und sein Zimmer nach irgendwelchen Spuren durchsucht,
desto mehr wird er sich darüber klar, dass er seinen Sohn eigentlich gar nicht kennt -
geschweige denn begreifen kann, weshalb Erik in ein Verbrechen verwickelt worden sein
soll. Die Belastungsprobe für das Ehepaar
steigert sich ins Unerträgliche, und über die Spurensuche verlieren sich die beiden.
"Eriks Zimmer" ist ein psychologisches Familien- drama, das den Leser wie in einem Sog mensch- licher Abgründe mitnimmt. Der Leser kann sich der Spannung nicht entziehen und legt das Buch erst aus der Hand, wenn er es bis zum Ende durchgelesen hat. Doch auch dann bleiben noch viele Fragen offen.
"Eriks Zimmer" ist im Verlag dtv premium unter der ISBN 3-423-2433-7 erschienen und umfasst 279 Seiten.
|