| Joachim Scholl: "Romane - 50 Klassiker" |
| Die wichtigsten Romane des 20. Jahrhunderts | |
Nach den drei "Klassiker"-Bänden
über Theater, Architektur und Archäologie folgt jetzt die literarische Variante über
die wichtigsten Romane des 20. Jahr- hunderts. Wieder folgt der Verlag dem Muster, die
wichtigsten Bildungsgüter einer bestimmten "Kunst"- Richtung in kompakter Form
darzustellen, wobei natürlich - wie auch bei den anderen Klassikern - die Auswahl
zwangsläufig subjektiv ist. Denn jeder Leser wird eine andere Sicht auf die Welt der
Romane haben, und so mancher wird seinen Lieblingsroman nicht wiederfinden. Natürlich darf Proust mit der "Suche
nach der. verlore- nen Zeit" nicht fehlen, genauso wenig wie Thomas Mann mit den
"Buddenbrooks". Auch James Joyces "Ulysses" findet seinen Platz und
Kafkas "Prozess". MRR würde dagegen Musils "Mann ohne Eigen-
schaften" aus diesem Band verbannen, denn er mag ihn nicht. Neben Frischs "Homo
Faber" stehen auch so unterschiedliche Werke wie "Pippi Langstrumpf",
"Vom Winde verweht" und "Lady Chatterly"(galt mal als sehr
unanständig!) auf der Liste. Remarques Kriegsroman "Im Westen nichts Neues",
Döblins "Alexanderplatz", Nabokovs "Lolita" und Camus´ "Der
Fremde" gehören ebenfalls dazu, weiterhin "Die Blechtrommel", "Der
Name der Rose", "Der Leopard", und, und, und........ Es wäre müßig, hier alle Romane
aufzuführen, und wenn in dieser Aufzählung eines fehlt, dann ist das nicht als
Werturteil zu verstehen, sondern nur als Beschränkung auf eine beliebige Auswahl.
Wie auch bei den anderen Klassikern wird jedes Werk vorgestellt, der Autor porträtiert und die wichtigsten Ausgaben -als Buch oder Hörbuch - aufgeführt. Ein mehrfarbiges Layout und viele zeitgeschichtliche Fotos lockern den Band auf und machen das Stöbern darin zur Lust.
"Romane - 50 Klassiker" ist im Gerstenberg- Verlag in der Reihe "Gerstenberg visuell" unter der ISBN 3-8067-2515-2 erschienen und kostet 19,95 Euro.
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