Leon de Winter: "Zionoco"

Ein Rabbi im Zwiespalt zwischen Pflicht und Erotik
   

Rabbiner Sol Mayer befindet sich auf dem Flug von Boston nach La Guardia in New York. Da nimmt zu seiner Überraschung die attraktive Sängerin, die er beim Abschlussdiner am Abend zuvor aus der Ferne bewundert hat, neben ihm Platz. Sie strahlt eine intensive Erotik aus und verändert von diesem Augen- blick an das geordnete Leben des Rabbi. Sols Leben gerät aus den Fugen. Für die Frau, mit der er glücklich verheiratet war, empfindet er nichts mehr. Sein Beruf, der ihm strikte Regeln auferlegt, ist plötzlich Nebensache geworden. Das einzige, was zählt, ist das Zusammensein mit seiner Geliebten, und dafür ist ihm keine Ausrede zu dumm. Die Liebschaft eskaliert, als die Presse Wind davon bekommt und Sol als der "Wichser von Manhattan" in die Schlagzeilen der New Yorker Presse gerät.

Sol hat alles riskiert und ist sehr tief gefallen. Als Frau und Geliebte ihn verlassen, ergibt er sich dem Alkohol. Eine Reise nach Südamerika zwingt ihn schließlich, dem Sinn seines Lebens auf den Grund zu gehen. Dieser Teil des Romans schickt den Protagonisten auf eine wundersame Reise, die ihn endlich sein persönliches Lebensziel finden lässt.

Wie auch in den anderen Romanen Leon de Winters wird der Leser auf eine spannende Reise durch ein persönliches Leben mitgenommen.