Zoe Jenny: Ein schnelles Leben"

Roman über eine unmögliche Liebe
 

 

Ayse ist Türkin. Sie ist ihrem Bruder Zafir sehr verbunden. Als Kinder waren sie eine verschworene Gemeinschaft und haben oft zusammen gespielt. Doch jetzt ist Ayse in dem Alter, in dem sie etwas erleben will und schon mal nach den Jungen schaut. Ihr türkischer Bruder jedoch hat die Rollen gewechselt und ist nicht mehr der erste Vertraute seiner Schwester sondern ihr Aufpasser. Er verfolgt jeden ihrer Schritte und sieht es überhaupt nicht gern, wenn sie mit deutschen Jungen anbandelt. Doch die Liebe geht eigene Wege und so verguckt sich Ayse ausgerechnet in Christian, dessen beste Freunde aus der „rechten Szene“ stammen. Die Probleme , die auf die Jungverliebten zukommen, sind –ähnlich wie bei Romeo und Julia –vorprogrammiert .

Temporeich und schlüssig erzählt Zoe Jenny diese Liebesgeschichte, die exemplarisch für viele problematische Beziehungen zwischen ausländischen und deutschen Jugendlichen steht. Zu viele Vorurteile, zu viele unterschiedliche Traditionen, zu viele Ängste machen es den jungen Leuten schwer, zueinander zu finden. Doch die wahre Liebe bahnt sich ihren Weg gegen alle Widerstände .

Der Roman „Ein schnelles Leben“ ist besonders für Jugendliche ab 14 Jahren zu empfehlen, da er das Thema Liebe nicht verkitscht, sondern sehr realitätsnah bearbeitet. Die klare Sprache, die völlig ohne Schnörkel auskommt, ist gut verständlich und leicht zu lesen. Dennoch hinterlässt der Roman Eindrücke, die nach dem Durchlesen nicht so schnell verblassen .


Das Buch ist im Aufbau-Verlag unter der ISBN 3-351-02951-5 erschienen und umfasst 164 Seiten.