| Polina Daschkowa: "Russische Orchidee" |
| Eine Abrechnung mit der heutigen russischen Gesellschaft | |
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In einem Hauseingang wird der Fernsehmoderator Buteijko tot aufgefunden. Neben ihm liegt bewusstlos der Täter. Die Butejko selbst hat in seiner Talkshow viele Prominente durch den Dreck gezogen und sich viele Feinde geschaffen. Ein Mordmotiv hätten viele Betroffene. Doch in Daschkowas Roman geht es nicht nur um den Fall Borodin, sondern auch um eine sagenhaft wertvolle Orchideenbroschüre mit dem großen Diamanten "Pawel". Der letzte offizielle Besitzer war Graf Paurier Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, danach verliert sich die Spur des wertwollen Stücks. Schließlich gibt es noch den Erpressungsfall um die beliebte Moderatorin Lisa, die in die Fänge des Brutalo-Mafiosos Krassartschenko gerät und bald keinen Ausweg mehr weiß. Für deutsche Leser sind die Schilderungen der russischen Gesellschaft ziemlich erschreckend, wenn sie denn der Wahrheit entsprechen, was man wiederum der Autorin unterstellen kann. Sie will ganz bewusst über die korrupte Schicht der jungen reichen Russen berichten und an dem neureichen Geldadel Kritik üben. Dabei ist ihr ein spannender Kriminalroman gelungen, der an Brutalität und Zynismus nichts zu wünschen übrig lässt.
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