| Minette Walters: "Fuchsjagd" |
| Düstere Aktualisierung eines belletristischen Dauerbrenners | |
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Es geht um die Familie Lockyer-Fox, die seit vielen Generationen in einem stattlichen Herrenhaus in Dorset lebt. Dazu gehört ein kleines Dorf mit versprengten Häusern. Eigentlich könnte man hier von einer Idylle sprechen, wenn nicht ein plötzlicher Todesfall die Ruhe des Dorfes erschüttern würde. Ailsa, Frau des Colonel Lockyer-Fax, wird eines Morgens tot auf der Terrasse des Herrenhauses gefunden. Sie trägt nur ein Nachthemd, obwohl es eine eiskalte Nacht war. Außerdem findet man neben der Toten Blutspuren. Sofort kursieren wilde Gerüchte über den Todesfall, der schnell zum Mord deklariert wird. Hauptverdächtiger ist der Ehemann. Der macht sich immer verdächtiger, da er nichts zu seiner Verteidigung unternimmt sondern eisern schweigt. Für weitere Unruhe im Dorf-Idyll sorgt eine Gruppe von "New Age"-Anhängern, die sich mit Kind und Kegel auf einem brach liegenden Grundstück einnistet. Ihr Anführer "Fox" führt ein Regime der Angst und will sich notfalls mit Gewalt dort festsetzen. Schließlich ist da noch Mark Ankerton, Anwalt des Colonels Lockyer-Fox, der dem Hauptverdächtigen im Mordfall helfen will und Stück für Stück einer tragischen Familiengeschichte aufdeckt. Der Roman beginnt recht kompliziert, aber der Leser hat knappe 500 Seiten Zeit, sich in die Abgründe der Familiengeschichte und der Dorfgemeinde einzulesen und zu verstehen, welche Intrigen hier gesponnen wurden. Dabei wird er dann wohl auch herausfinden, was es mit der anfänglichen Fabel über die Verteilung der Beute auf sich hat. Bei dieser Lektüre garantiert Minette Walters wie immer atemlose Spannung. Das Buch ist im Goldmann-Verlag unter der ISBN 3-442-31012-1 erschienen und kostet 23,90 €. |