| Marina Groslerner: "Lalya" |
| Roman über die Probleme des Erwachsenwerdens | |
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Lalya ist ein ausgefallener Typ: sie hat weißblonde, lange Locken und fremdartig wirkende graue Augen. Ihr Körper scheint nur aus endlos langen Beinen und Armen zu bestehen. Unter den Gleichaltrigen ist sie eine Außenseiterin. Sie wächst in dem russischen Einwandererviertel von Aschdod in Israel auf. Hier leben die Erwachsenen in Trauer und Schweigen, rückwärtsgewandt. Lalya, schon in der Kindheit hochsensibel, entwickelt Stärke und Aggression in der Pubertät. Aus den vielen seelischen Verletzungen schöpft sie einen unbändigen Überlebenswillen. Dann begegnet sie Daniel - auch er ein ausgestoßenes, vom Vater missachtetes Kind. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Vertrauensbasis, wie Bruder und Schwester wollen sie sich aufeinander verlassen können. Doch Daniel liebt andere Mädchen und verlässt Lalya schließlich. Da macht sie sich auf nach Eilat und lebt mit anderen Jugendlichen in einer Hütte am Strand. Es sind alles verlassene Kinder, die sich mühsam durchs Leben schlagen und eigene Regeln für ihr Zusammenleben aufstellen. Dass Lalya sich schließlich aus diesem Sumpf herausarbeitet und doch noch Künstlerin wird, wirkt wie ein Wunder. Maria Groslerner hat mit "Lalya" einen dichten Roman über das Erwachsenwerden in einer fremden, fast feindlichen Umwelt geschrieben. Bestechend ist ihre kraftvolle und dennoch leicht dahinfließende Sprache , mit der sie den Roman sozusagen in einem Atemzug erzählt. Das Buch ist im Deutschen Taschenbuchverlag (dtv) in der Reihe "Premium" unter der ISBN 3-423-24397-X erschienen und kostet 16 €.
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