Viele
Kinder haben mit Mathematik in der Schule so ihre Probleme. Hier setzt der
Autor Eirik Newth an und macht klar, dass Mathematik nicht von Lehrern
erfunden wurde, um Schülern das leben schwer zu machen. Mathematik ist
ein Teil der Natur um uns herum, und eigentlich ist es ziemlich spannend,
sich damit zu befassen. Krähen zum Beispiel können anscheinend nur bis 4
zählen, manche Insekten dagegen bis zu 25. Mit zwölf Garnelen dagegen
kann man wunderbar das Teilen üben. Um das Aufteilen von Sternen geht es
bei der amerikanischen Flagge, denn hier standen die Amerikaner sechs Mal
in ihrer Geschichte vor dem Problem, die neu hinzugekommenen Staaten
geschickt in ihr Sternenbanner einzufügen. Newth berichtet auch von den
Babyloniern und der magischen Zahl zwölf. Zwölf Stunden hat der Tag,
zwölf die Nacht, zwölf Monate das Jahr. Darüber haben sich schon vor
mehr als 3000 Jahren die Babylonier im Nahen Osten Gedanken gemacht, und
ihre Erkenntnisse besitzen noch heute Gültigkeit.
Mathematik ist einfach, und wir finden sie überall, z. B. in
Geheimcodes. Schon Caesar benutzte einen Code, um seine Schriften zu
verschlüsseln. Wie er das tat, wird hier erklärt, und wieder ergibt sich
ein Zusammenhang mit der Mathematik. An hand kleiner Aufgaben kann der
Leser überprüfen, ob er Newths beispiele verstanden hat.
So kann man sich kurzweilig durch die Welt der Zahlen lesen, denken und
rechnen, hat am Ende viel gelernt und sicherlich eine Hemmschwelle in
Bezug auf Mathematik überwunden. Vielleicht hat der Leser sogar Spaß am
logischen denken, Kniffeln, Knobeln - also an der Mathematik - gefunden.
Das Buch ist im Hanser-Verlag
unter der ISBN 3-446-20446-6 erschienen und kostet 12,90 €
Barbara Raudszus