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Die
Arbeitslosigkeit betrifft immer nur Andere. Man selbst ist qualifiziert,
(relativ) jung, kompetent, flexibel, teamfähig etc.. und gehört nicht zu
den "Losern" der Gesellschaft. Bis zu dem ominösen Tag, da das
Management blaue Briefe verschickt....
Die Autoren dieses kleinen Ratgebers befanden sich selbst in gehobenen
Stellungen und erfüllten die oben aufgeführten Anforderungen. Heute sind
auch sie ohne Arbeit und haben die verschiedenen Stadien des bekannten
Martyriums durchlebt: Erstaunen, selbstironischer Spott ob dieses
"Betriebsunfalls", gut gelaunte Suche nach einem neuen Job,
Versenden von Bewerbungen, Versenden von Bewerbungen........
Am Ende dieses sich auf einer schiefen Ebene beschleunigenden Vorgangs
stehen das völlige Verschwinden des Selbstwertgefühls, die Resignation
und schließlich die Apathie. Um dies zu verhindern, haben die Autoren
zehn goldene Regeln aufgestellt, die eben diese Abwärtsspirale vorzeitig
beenden und den Arbeitslosen ein neues Selbst- und Weltbild vermitteln
sollen. Dabei geht es nicht - wen wundert das? - ohne Sarkasmus und eine
gewisse Portion Zynismus ab. Doch neben diesen eher resignativen Aspekten
lassen die Autoren auch so etwas wie neuen Lebensmut und einen
"Trotzdem - Optimismus" durchblicken. Auch wenn die erwähnten
zehn Regeln nicht automatisch wieder zu einem neuen Job führen, können
sie Betroffenen vielleicht helfen, ihre Situation aus einem anderen
Blickwinkel zu sehen und Kräfte sowie Ideen für einen Neuanfang unter
anderen Vorzeichen zu entwickeln.
Das Buch ist im Rudolf Aichner Verlag unter der ISBN 3-9810454-0-8 erschienen und kostet
9,90 Euro.
Frank
Raudszus
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