"Political
Correctness" wird in Deutschland groß geschrieben. Unabhängig von
objektiven Sachverhalten werden Sprachregelungen getroffen, die vor allem
dem Zweck dienen, auf keinen Fall das Selbstbildnis der Deutschen
(Politiker) als tolerante, weltoffene und vorurteilslose Menschen zu
beschädigen. Und wenn sich dann ganze "Armeen" unter diesen
Schutzschild der "Political Correctness" stellen und dort ihr
eigenes Süppchen kochen, bagatellisiert oder gar ignoriert man dies,
solange es eben noch geht. Unangenehme Wahrheiten werden grundsätzlich
verdrängt oder schön geredet, um das Bild einer heilen Welt aufrecht zu
erhalten. Die Politikern schielen grundsätzlich auf die Befindlichkeit
der Wähler bei den nächsten bevorstehenden Wahlen und versuchen, das -
blöde? - Wahlvolk mit "Weichzeichnern" gnädig zu stimmen.
Der TV-Journalist Hans-Hermann Gockel hat sich in dem vorliegenden Buch
den ganzen - verständlichen - Zorn über die Zustände in Deutschland von
der Seele geschrieben und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Mutig und
konsequent bricht er die ungeschriebenen Tabus, die da z. B. heißen,
"Multi-Kulti" als Gewinn zu verbuchen, muslimische Mitbürger -
bis auf wenige Ausnahmen - grundsätzlich als friedliche, gesetzestreue
und arbeitsame Menschen zu betrachten, die islamischen Hassprediger als
Erfindung rassistischer Reaktionäre zu entlarven, und, wenn dies
schließlich einmal wirklich nicht mehr geht (Metin Kaplan), dies als
Einzelfall zu bedauern. Gockel arbeitet bei seiner Abrechnung jedoch nicht
nur aus dem Bauch, sondern mit glasklaren Zahlen. So wandern jährlich
weit über 100.000 qualifizierte Kräfte aus Deutschland aus, und dafür
wandern dank einer großzügigen - oder sollte man sagen naiven -
Gesetzgebung mindestens ebenso viele Unqualifizierte vor allem aus
muslimischen Ländern und den Ländern der ehemaligen UdSSR gezielt in
unsere Sozialsysteme ein. Gockel rechnet nüchtern vor, dass es bezüglich
der Finanzen der Sozialkassen - Rente, Gesundheit - nicht fünf vor
Zwölf, sondern bereits viertel nach Zwölf ist. Dennoch sieht er keine
Aktivitäten, die dieser Entwicklung Einhalt gebieten. Über die sozialen
und finanziellen Aspekte der legalen und illegalen Immigration kommt er zu
den existenzbedrohenden politischen Folgen, die sich aus den
unterschiedlichen Geburtenraten ergeben: die Deutschen - vor allem die
Akademikern - pflanzen sich nur noch rudimentär fort, während die
überwiegend integrationsunwilligen Immigranten eine große Zahl von
Kindern in die Welt setzen, die dank fehlender Sprachkenntnisse und
religiöser Indoktrination beruflich keine Perspektiven haben und
obendrein das westliche Lebensmodell ablehnen. Die Folgen kann sich laut
Gockel jeder an zehn Fingern ausrechnen.
Neben dieser demographischen Zeitbombe zerrt der Autor auch noch das
finanzielle Desaster der deutschen Finanzpolitik an das Licht der
Öffentlichkeit (wo es bisher nicht mehr als Achselzucken hervorgerufen
hat). Die katastrophale Verschuldung, die sich in den gigantischen
jährlichen Zinszahlungen niederschlägt, ist zwar öffentlich bekannt,
ruft jedoch kein Entsetzen hervor. Gockel zeigt klar auf, dass diese
Situation früher oder später zur Zahlungsunfähigkeit des Staates
führen muss. Doch die Politiker selbst, das zeigt er auch detailliert mit
Zahlen und nennt dabei "Ross und Reiter", haben für sich selbst
gut vorgesorgt und glauben, sich damit gegen die finanziellen
Wechselfälle des Lebens gewappnet zu haben. Wenn sie sich da mal nicht
geirrt haben. Doch die Zeche zahlen im Ernstfall die "normalen"
Steuerzahler und Rentner!
Wer ein klares Bild von der verfahrenen Lage in Deutschland erhalten
möchte und eine ungeschminkten Ausblick in eine düstere Zukunft wagen
will, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Wer jedoch weiter das Leben
genießen will wie der Mann, der aus dem 20. Stock fiel und beim 5. Stock
sagte: "Was wollt ihr, ist doch nichts passiert", der braucht
sich diese Lektüre nicht anzutun.
Das Buch ist im Resch-Verlag unter der ISBN
3-935197-50-0 erschienen und kostet 13,90 Euro.