Kurt Palm: "War Mozart ein Genie?"

                                                                    
Eine Sammlung merkwürdiger Fragen (und Antworten) zu einem Heros
 

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BuchdeckelDie Verehrung großer Meister (der Kunst) treibt bekanntlich seltsame Blüten. Wo man dem Meister nicht mehr selbst begegnen udn ihm Verehrung entgegen bringen kann, da beschäftigt man sich halt mit dem posthumen Objekt der Begierde umso intensiver. Und da nun einmal Mozart der erklärte Liebling der meisten Musikliebhaber ist, beschäftigt er deren Denken von morgens bis abends. Besonders ältere Damen tun sich mit ihrem Wissensdurst bezüglich sämtlicher vorstellbarer  Lebensdetails des Salzburger Wieners  Hervor. Kurt Palm, seines Zeichens Mozartforscher, musste sich im Laufe der Jahre mit einer breiten Palette von teilweise absurden Fragen zu "Wolfers" Alltag herumschlagen udn hat die witzigsten und abstrusesten in diesme kleinen Bändchen zusammengestellt.

Da ist dei Frage, ob Mozart ein Genie gewesen sei, noch die anspruchsvollste. Andere besorgte Büger fragen, ob er am Aderlass gestorben oder Alkoholiker gewesen sei, ob die Tinte zur "Zauberflöte" tatsächlich Arsen enthalten habe (Achtung: Giftmörder Salieri!) und ob Mozart gerne Milch getruken habe. So geht das mit den Fragen weiter und zwischendurch kommen auch wieder enrsthafte Anliegen zu Wort, so, wer denn der Verfasser des Köchelverzeichnisses gewesen sei und, womit denn Mozart seine Reisen finanziert habe.

All diese Fragen beantwortet der Autor geduldig und ernsthaft, spart dabei nicht an kurzen Ausflügen in die historische Umgebung Mozarts und mit wweitergehenden Erklärungen. Bei so mancher Antwort sieht man förmlich sein Augenrollen vor sich, bei anderen ist er jedoch um sachliche Aufklärung bemüht.

Für Mozart- und Musikliebhaber enthält dieses kleine Buch einige aufschlussreiche Informationen und nebenbei einige Anlässe zum Schmunzeln. Man kann es durchblättern und sich über die zu den Fragen passenden Illustrationen amüsieren oder aber es einfach an Mozart-Fanatiker verschenken. Honi soit qui mal y pense!

Das Buch ist im Residenz-Verlag unter der ISBN 3-7017-1477-3 erschienen und kostet 12,90 Euro.

Frank Raudszus



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