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Doris Dörrie: "Und was wird aus mir?" |
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Ein grotesker
Roman um Medien, Mädchen und Männer |
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Auch
durch den Roman zieht sich das schwierige Verhältnis zwischen
Vätern und Töchtern wie ein roter Faden. Johanna, die
Ich-Erzählerin, sucht nach dem Verlust ihrer Stellung als
Requisiteurin in der Oper einen Neuanfang in den USA. Dort hatte sie
vor Jahren in einem Film eine Statistenrolle übernommen und sich
prompt in den Regisseur verliebt. Zwar wurde damals nichts aus der
Beziehung, doch Johanna hofft, auch nach so vielen Jahren noch eine
Chance bei Reiner zu haben. Und Reiner? Auch er einnert sich an seine
damalige Geliebte Johanna, ist jedoch im Augenblick mit seiner
pubertierenden 15jährigen Tochter Allegra vollends ausgelastet.
Sie hat viele kostspielige Wünsche an den inzwischen nahezu
mittellosen Vater und lässt sich von einer Laune in die andere
fallen. Reiner ist vernarrt in sein schönes Kind und versucht, ihr
alle Wünsche zu erfüllen und alle Launen zu ertragen, um die
Tochter nicht zu verlieren. Doch wie in "Rigoletto" entdeckt auch
Allegra eines Tages die Liebe, und dann gibt es kein Halten mehr. Und
schließlich gibt es da noch Misako, ein japanisches Mädchen
ohne Mutter und mit einem strengen Vater. Se verliebt sich in einen
japanischen Fotgrafen, der pornographische Aufnahmen von ihr macht, an
denen sie schließlich zerbricht. Doch
Doris Dörrie, die groteske Sitiuationen liebt und die
Hollywood-Welt satirisch aufs Korn nimmt, hat den tragikomischen
Handlungssträngen noch kräftig Würze beigemischt. Der
Leser wird in eine Welt entführt, die dermaßen jenseits
eines normalen Lebens liegt, dass man verwundert staunt und sich fragt,
wie sich am Ende doch noch alles zu einer logisch geschlossenen
Geschichte findet. Das
Buch ist im Diogenes-Verlag
unter der ISBN 3-257-06564-0 erschienen und kostet 19,90 € Barbara
Raudszus |
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