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Donna Leon: "Wir durch ein dunkles Glas" |
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Venezianischer
Krimi über die "Glasinsel" Murano |
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In
dem neuen Kriminalroman von Donna Leon geht es um Umweltverschmutzung
übelster Art. Was anfangs noch beiläufig erwähnt und als
unbedeutend betrachtet wird, gewinnt immer mehr an Brisanz. Dabei
führt die Autorin den Leser Schritt für Schritt in die Welt
der Glashersteller auf der Insel Murano ein. Was sich da dem Touristen
in den buntesten Farben und vielfältigsten Formen
präsentiert, ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite
besteht aus hochgiftigen Stoffen, die bei der Glasherstellung anfallen.
Früher wurden diese Gifte einfach in die Lagune eingeleitet. Heute
müssen sie jedoch sachgemäß entsorgt werden, was zu
höheren Kosten führt. Da liegt es nahe, dass der eine oder
andere Glashersteller an den Gesetzen vorbei operiert und seine eigene
Art der Entsorgung entwickelt. Manchmal geht man dabei auch
buchstäblich über Leichen, wenn bestimmte Leute zu sehr im
Giftmüll herumstochern. Brunetti,
der anfangs nur eine grobe Ahnung davon hat, dass auf der Insel Murano
etwas zum Himmel stinkt, verlässt sich auf seinen Riecher.
Beharrlich verfolgt er jede noch so kleine Spur, um diesen giftigen
Sumpf trocken zu legen. Auch der fünfzehnte Fall von Commissario
Brunetti lädt den Leser ein, Venedig und seine Umgebung
abseits der touristischen Trampelpfade zu entdecken. Das
Buch ist im Diogenes-Verlag
unter der ISBN 3-257-06573-2 erschienen und kostet 21,90 € BarbaraRaudszus |
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