Martin John: Leute am See

                                                                    

Eine kleine Hommage an den Bodensee
 

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BuchumschlagRund um den Bodensee leben die Menschen aus verschiedenen Generationen, die in diesem Bändchen auftreten. Sie sind verbunden durch Verwandschaft oder Freundschaft. Es gibt keine aufregenden Aktionen, keine vorwärts stürmende Handlung – es sind Streiflichter aus dem Alltag eines Pensionärs, eines Beamten in den mittleren Lebensjahren, eines Studenten und einiger mehr. In lakonischer Melancholie schildert der Autor beispielsweise, wie der Pensionär seine Tage gestaltet, wie er mit der Erinnerung umgeht und mit dem Tod. Ebenso unprätentiös kommen die Jungen zu Wort, die ihr Leben noch vor sich haben.  

Es ist ein leises Buch, das Anfang des Jahrtausends spielt, mit einigen Bezügen zur damaligen Weltpolitik. Aber bestimmend bleibt der Bodensee mit seinen Orten und Landschaften, mit den Straßen und Cafés. Der Alltag wird mit all seinen Banalitäten erzählt, aber so, dass dahinter wesentliche Fragen sichtbar werden -  wie gestalte ich mein Leben, gibt es Sicherheit, habe ich genug aus meinen Talenten gemacht, was hätte ich früher anders machen können? 

„Leute am See“ lohnt durchaus die Lektüre – am besten an einem stillen Tag an den Ufern des Bodensees.


Alexander Hoffmann


Martin John: Leute am See
Isele Verlag 2008
138 Seiten
13.-€

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