| Claudio Paglieri:"Keine Pizza für Commissario Luciani" |
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Ein
italienischer Krimi über korrupte Politiker |
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All
das
erfährt der Leser vom Autor, während Commissario Luciani
im Dunkeln tappt und von seinen Vorgesetzten bedrängt wird, den
offensichtlichen Selbstmordfall zu den Akten zu legen. Doch zu viele
Dinge sind unklar oder widersprechen sich bei diesem Fall, und für
den Leser klärt sich bereits in dem Moment Einiges auf, als er die
wahre Identität der im fernen Rom ermordeten jungen Journalistin
erfährt. Von diesem Augenblick an geht es für ihn nur noch um
die Frage, inwieweit der bereits bekannte "Bösewicht" in die
Todesfälle verwickelt ist und wie Commissario Luciani die
Fäden entwirrt. Dieser verfügt nämlich über
wesentlich weniger Informationen und muss sich die Bruchstücke
mühsam gegen den Widerstand seiner Vorgesetzten zusammenklauben.
Denn diese stehen offensichtlich unter dem Druck des bereits zum
Minister aufgestiegenen Ranieri. Es
versteht
sich von selbst, dass der asketische und unbeweibte Sonderling
Luciani sich gegen alle Widerstände aus reinem
Gerechtigkeitsfanatismus - Philipp Marlowe lässt grüßen
- weiter in den Fall verbeißt und die Mosaiksteinchen für
die Lösung des Falles Stück für Stück
zusammenfügt. Zum Schluss bietet der Autor dem Leser noch den
obligatorischen nächtlichen "Showdown" in einem verlassenen
Gefängnis auf einer einsamen Insel, wo die Eulen unheimlich
kreischen, Ratten umherhuschen, der Mond fahl durch die Mauerritzen
scheint und die Kugeln durch die Nacht jaulen. Doch am Ende liefert
Luciani die Mörder ans Messer der Gerechtigkeit und verschwindet
selbst in der Bescheidenheit des subalternen Beamten, der seinen Erfolg
nur in der Stille genießen darf. Das Buch ist im Aufbau-Verlag unter der ISBN 978-3-7466-2607-9 als Taschenbuch erschienen und kostet 9,95 Euro. Frank Raudszus |
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