Lesenswertes über die Leber

                                                                    
 September 2010 „Das Leber-Buch“ informiert über eine unterschätzte Volkskrankheit
 
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Buchumschlag„Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“, lautet ein Kneipenspruch, der auch als Titel für einen Bestseller diente. In der Tat schwillt eine kranke Leber etwa nach ständigem Alkoholmissbrauch an, doch später schrumpft sie und dann ist Schluss mit der fröhlichen Party. Allerdings weiß kaum jemand, dass Alkoholmissbrauch „nur“ die zweithäufigste Ursache für eine kranke Leber ist. Der Feind Nr. 1 sind Übergewicht und Störungen des Stoffwechsels im Rahmen der Zuckerkrankheit (Diabetes Typ 2), also typische „Wohlstandskrankheiten“. Schon bei Kindern finden Ärzte immer häufiger eine Fettleber.

Leberleiden sind eine unterschätzte Volkskrankheit, unter der mindestens fünf Millionen Deutsche leiden. Viele davon wissen es gar nicht, denn die Leber „leidet stumm“, ehe sich dann die Probleme gravierend offenbaren. Der Einzelne hat es meist selbst in der Hand, seine Leber gesund zu erhalten: durch eine Änderung des Lebensstils, durch gesunde Ernährung und Bewegung.

Die Leber ist das „Kraftwerk des Körpers“. Als zentrales Stoffwechselorgan spielt die Leber eine entscheidende Rolle bei der Entgiftung des Körpers und ist enormen Belastungen ausgesetzt, etwa durch Alkohol, Medikamente oder Umweltgifte.

Diese und viele weitere Informationen finden sich im jetzt erschienenen „Das Leber-Buch“, das die Deutsche Leberstiftung herausgegeben hat und an dem führende deutsche Leberexperten mitarbeiteten. Verständlich und anschaulich erläutert „Das Leber-Buch“ die lebenswichtigen Aufgaben sowie mögliche Erkrankungen der Leber und die entsprechenden Behandlungen.

Wofür brauche ich meine Leber? Was passiert, wenn meine Leber krank ist? Was kann man dagegen tun? sind Fragen, die in diesem Buch beantwortet werden. Dabei werden die verschiedenen Krankheiten und ihre Ursachen genauso erläutert wie die entsprechenden Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Außerdem gibt es Kapitel zu Lebertransplantationen und zum Thema Lebererkrankungen und Ernährung. Die neuesten Entwicklungen im Bereich der Forschung und die Arbeit der Deutschen Leberstiftung werden ebenfalls ausführlich dargestellt. Ergänzt werden diese Kapitel durch Patientengeschichten und ein Glossar „Die Leber von A (wie Albumin) bis Z (wie Zirrhose)“. Das Kapitel „50 Fragen zu Lebererkrankungen“ beantwortet viele Fragen, die Interessierte und Betroffene immer wieder stellen. Der Serviceteil gibt praktische Tipps nicht nur für Patienten und enthält einen Fragenbogen, mit dem die Leser feststellen können, ob bei ihnen ein erhöhtes Risiko für das Vorliegen einer Lebererkrankung besteht.
Aufgelockert wird das Buch durch „Text-Boxen“ mit interessanten Beiträgen zum Thema Leber, über die sachlichen Informationen hinaus – da geht es u. a. um Prometheus, den Leberfleck, Großbritanniens bekanntesten Lebertransplantierten und die Leberzirrhose Beethovens. Dazu kommen zahlreiche Abbildungen und speziell für „Das Leber-Buch“ entwickelte Cartoons.
„Mit diesem Buch gehen wir bewusst einen neuen Weg der Kommunikation. Wir erreichen so mit Sicherheit viele Menschen, die sich sonst nicht mit dem Thema „Leber" beschäftigen. Eigentlich sollte das Buch Pflichtlektüre für jeden Menschen mit erhöhten Leberwerten sein“, findet Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung.

Das Leber-Buch: Hrsg. Deutsche Leberstiftung, unter Mitarbeit von Prof. Dr. med. Henryk Dancygier • Prof. Dr. med. Heiner Wedemeyer • Dr. med. Markus Cornberg • Prof. Dr. med. Stefan Zeuzem • Prof. Dr. med. Michael P. Manns • Alexander Hoffmann • Bianka Wiebner.

Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover 2010

160 Seiten, 49 Farbfotos, Grafiken und Cartoons
ISBN 978-3-89993-588-2
€ 14,95

Franz Biber

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