| Isabel Allende: "Die Insel unter dem Meer" |
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Ein historischer Familienroman der
südamerikanischen Autorin |
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Tété,
eine magere, zierliche Mulattin, ist eigentlich noch ein Kind, als sie
zu den Valmorains kommt. Sie lernt schnell, und nach einem
gescheiterten Fluchtversucht fügt sie sich in ihr Schicksal. Als
ihre Herrin nach mehreren Fehlgeburten in tiefe Depressionen
verfällt, ist es Tété, die sich verantwortungsvoll
um sie kümmert. Schließlich bringt Valmorains Frau doch noch
einen gesunden Jungen zur Welt, aber die Mutter Eugenia ist nicht mehr
fähig, sich um den Jungen zu kümmern. So ist es wieder
Tété, die für den Kleinen die Mutterrolle
übernimmt und sogar die schwermütige Mutter füttert und
wäscht. Für Toulouse Valmorain muss die junge Mulattin
außerdem noch Liebesdienste erfüllen, die sie jedoch
häufig geschickt umgeht, indem sie ihm mit Alkohol die Sinne
vernebelt. Tétés Leben als Sklavin ist von Unterdrückung und Herrschsucht ihres Herrn geprägt. Die große Sehnsicht, eines Tages frei zu sein, ist in ihr jedoch latent vorhanden. Tatsächlich brechen eines Tages flächendeckende Sklavenaufstände auf Saint-Domingue aus, Farmen werden niedergebrannt und die weißen Herren dahingemordet. Tété gelingt mit Valmorain, dessen Sohn Maurice und ihrer eigenen kleinen Tochter Rosette die Flucht, die sie auf abenteuerlichen Wegen nach Kuba und schließlich nach New Orleans verschlägt. Sie trägt ihre Freilassungsurkunde, die sie ihrem Herrn Valmorain abgehandelt hat, immer bei sich, wagt jedoch nicht den Schritt in die Freiheit, da sie sich für die Kinder verantwortlich fühlt. Dennoch bleibt es ihr größter Wunsch, endlich frei zu sein. Isabel
Allende erzählt anhand
des Schicksals der Sklavin Tété packend
und emphatisch die wechselvolle Geschichte Haitis. Sie beschreibt die
Grausamkeiten der Sklavenhaltung, aber auch den Hass der Sklaven auf
die weißen Herren. Historisches wird verwoben mit den
Einzelschicksal Tétés, die, von den Geschehnissen hin-
und hergeworfen, ihr Ziel nie aus den Augen verliert. Das
Buch
ist
im
"Suhrkamp-Verlag"
unter der ISBN 978-3-518-42138-3 erschienen
und kostet 24,90 €. Barbara Raudszus |
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