Kai Meyer: Die Winterprinzessin

 

Goethe und Napoleon hecken bei einem Treffen in Weimar einen geheimnisvollen Plan aus. Die märchensammelnden Gebrüder Grimm sind Spielbälle in diesem Plan. Gerade erst ist ihr erster Band der Kinder- und Hausmärchen erschienen, und die beiden ahnen noch nicht, welcher Erfolg ihnen beschieden sein wird. Wilhelm Grimm lebt in finanzieller Abhängigkeit von seinem Bruder Jakob und ist nur allzugern bereit auf eigenen Füßen zu stehen, als Goethe ihm einen gut bezahlten Lehrerjob in Aussicht stellt. Die Anreise zu der Stellung wird für die beiden Brüder jedoch zu einem hochdramatischen Abenteuer, das sie wie in ihren Märchen in Spukschlösser versetzt und in lebensbedrohliche Situationen bringt.

Die bildschöne indische Prinzessin Jade führt die Grimmschen Brüder in die raffinierte Kunst der Liebe ein, ohne dabei ihr eigenes Ziel, die "Amrita-Kumbha" wiederzubeschaffen, aus den Augen zu verlieren. Die Amrita-Kumbha ist das wertvollste indische Heiligtum, das Napoleon angeblich in seinen Besitz gebracht hat.

Wer sich graue Winterabende mit einem spannungsgeladenen Roman vertreiben will und viel für Fantasiegestalten und versponnene Erzählungen übrig hat, liegt mit der "Winterprinzessin" genau richtig.

Das Buch ist im Verlag Rütten & Loening erschienen.