| Manfred Flügge: "Zu spät für Amerika" |
Flügges Roman ist eine Suche nach dem Sinn des Lebens. Er sammelt und recherchiert Lebensläufe von Freunden oder Verwandten aus der nächsten Nähe oder auch von Menschen, die ihm zufällig begebnen. Besessen jagt er immer neuen gelebten Erfahruingen hinterher und bleibt im Grunde doch am meisten weitgehend auf sich selbst und seinen ungeklärten Ursprung fixiert. Was er sucht, findet er nicht. Das Leben geht seltsame Pfade, die doch nur zufällig von Ereignis zu Ereignis führen. Er begreift schließlich, daß Liebe und Glück nur für kurze Momente zu erleben sind. Festhalten kann man nichts. So rettet er sich in Träume, verliert sich in immer neue Gesichter und sucht ständig neue Anfänge.
Ob diese Suche damit zusammenhängt, daß er nur ein adoptiertes Kind ist? Besteht seine Lebensaufgabe darin, seinen persönlichen Ursprung zu finden, zu verstehen und zu akzeptieren?
Fazit:
Flügges Roman ist stark zerfasert und unstrukturiert. Zu häufig wechseln die diversen Lebenskäufe. Teilweise werden sie nur angerissen und später weutererzählt.
Wenn er seine innere Zerrissenheit mit zerfleddertere Erzählstruktur darstellen wollte, so ist ihm dies gelungen. Kein Buch für den typischen Romanleser, der sich in ein Buch einleben will.
Das Buch ist im Aufbau-Verlag erschienen(ISBN 3-351-02827-X)
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