| Henning Markell:"Die fünfte Frau" |
| Ein neuer Krimi schwedischer Qualität | |
Kommissar Wallander steht wieder einmal vor einem schwierigen Fall: eine brutale Mordserie erschüttert das südschwedische Ystad. Nach einem minütiösen Plan werden drei Männer auf bestialische Art und Weise umgebracht. Der oder die Täter hinterlassen keine Spuren und sind nicht zu packen.
Wallander kämpft sich in mühsamer Kleinarbeit Stück für Stück voran und versucht, sich in die Psyche des Täters einzufühlen. Sein Alltag wird völlig von den Mordfällen beherrscht. Er schläft schlecht, vernachlässigt seine Beziehung und findet nicht einmal Zeit, seinen verstorbenen Vater angemessen zu betrauern.Der Fall wird für ihn zur Besessenheit.
Der Polizeialltag wird als knallharte Herausforderung dargestellt, die kein Privatleben mehr zuläßt. In rasantem Tempo schildert der Autor die Suche nach dem Täter und bezieht den Leser schnell in den Strudel von Ängsten und Zweifel ein.
Der Leser lernt jedoch andeutungsweise auch den Täter kennen, schlüpft in dessen Psyche und nähert sich langsam den Mordmotiven. Wallander klärt den Fall schließlich auf - wie in einem Krimi üblich - und präsentiert am Ende einen Mörder, der selber Opfer ist.
Henning Markell gilt als einer der meistgelesenen Krimi-Autoren Schwedens. Er wurde mehrfach für seine Romane ausgezeichnet, u.a. von der schwedischen Akademie für Kriminal-Literatur. In deutscher Übersetzung erschienen bisher "Mörder ohne Gesicht"(1993), "Hunde von Riga"(1993) und "Die weiße Löwin"(1995).
"Die fünfte Frau" ist im Zsolnay-Verlag erschienen (ISBN 3-552-04901-0).
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