Heinrich Waggerl: "Und er sah das Grün der Erde"

Geschichten zur Osterzeit
 

Karl-Heinrich Waggerls "Geschichten zur Osterzeit" sind in Deutschland noch wenig bekannt. Sie sind so liebenswert und humorvoll erzählt, daß sie für Alt und jung gleichermaßen eine Bereicherung der Osterzeit darstellen. 

Da gibt es zum einen die Osterlegenden, die über Jesus vor der Kreuzigung berichten, den Verräter Judas sehr plastisch darstellen und Marias Angst zeigen. Sie ahnt Böses, kann aber Jesus´ Schicksal nicht aufhalten. Maria ist es schließlich auch, die Gottes Zorn besänftigt, so daß dieser die Menschen wieder annehmen kann. Marias Kummer jedoch ist so groß, daß ihr Blut in ihr erstorben ist. Da geschehen Gottes Wunder um sie: ein Feuer wärmt sie, eine Quelle springt aus dem Fels und kühlt ihr die tränennassen Augen, und in der steinigen Wüste breiten sich Gräser unter Marias Füßen aus. Schließlich vernimmt sie den Lobgesang der Engel, die die Auferstehung des Herrn verkünden. 

Die Osterlegenden werden vom Osterkapitel aus "Das Jahr der Herrn" und der Waggerlschen Schöpfungsgeschichte ergänzt. Dazu gibt es Erfahrungsberichte des Autors zum Thema "Eiermalen". 

Der Geschichtenband wird durch bisher unveröffentlichte Aquarelle des Autors ergänzt, die seine Liebe zu den kleinen Dingen der Natur zeigen, wie sie auch im Gedicht "Schlüsselblume" deutliche werden. 

Heinrich Waggerl gilt als der der beste Interpret seiner eigenen Geschichten. So gibt es beiliegend zum Buch die passende CD, in der Waggerl auf seine eigene sympathische Art die Geschichten des Buches vorträgt - ein Kleinod für jeden Waggerl-Fan. 

Buch und CD sind unter der ISBN 3-7013-09949 im Verlag Otto Müller, Salzburg, erschienen und kosten 34,50 DM.