Peter Schwaiger: Vito

Roman ueber Jugendcliquen und falsche Idole
 

Manni Koschinsky ist neu in der Stadt. Er ist ein eher angepasster Jugendlicher und beobachtet seit Tagen die Clique um Vito. Das sind die coolen Typen, die nichts anficht, die das Leben geniessen und den Erwachsenen das Hinterteil zeigen. Manni würde  zu gerne auch dazugehören, doch die Gruppe bemerkt ihn nicht einmal. Da stiehlt er seiner Mutter - einer Deutschlehrerin - die nächste Deutschklausur.
Mit diesem Geschenk will er sich bei Vito beliebt machen, denn Vito benötigt dringend eine gute Deutschnote.

Auf einer Party bei Vito zu Hause ist Manni das erste Mal dabei und lernt die Clique kennen: Eum, Vitos persönlichen Lakai, und Betti, Eums Freundin. Eine Band sorgt für die richtige Musik und es wird kräftig gezecht und geraucht. Vito vergeht sich im Bad an Eums Freundin Betti und Manni wird ungewollt Zeuge dieses Aktes. 
Immer tiefer geraet er in den Sog dieser hemmungslosen Clique und wird schliesslich sogar in einen Raubüberfall verwickelt, bei dem er selbst den Tankstellenbesitzer mit einem Auto überrollt. Was anfangs wie ein wildes Spiel aussah, ist jetzt bitterer Ernst geworden, und Manni steckt mittendrin in diesem Sumpf. Längst schon ist der Lack an seinem Idol Vito abgeplatzt. Immer mehr durchschaut er diesen kleingeistigen Macho, und am Ende steht er vor der Entscheidung, sich seinem Idol entgegen zu stellen.

Fazit:
Peter Schwaiger ist ein intensiver Roman über das Erwachsenwerden gelungen. Spannend wie ein Kriminalroman kommt die Entwicklungs- geschichte des Jugendlichen Manni daher. Faszinierend werden seine Gefühlswelt, sein einstürzendes Gedankengebäude und seine neu gewonnenen Erkenntnisse zu einem Ganzen verwoben. Die plastischen und prägnanten Metaphern verdeutlichen die jugendliche Gefühlswelt überzeugend..

Das Buch ist im Haymon-Verlag, Innsbruck, unter der ISBN 3-85218-302-2 erschienen und umfasst 190 Seiten.