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Eine Frau und ihre ruhelose Wanderung durch die Welt des frühen 20. Jahrhunderts stehen im Mittelpunktes dieses Romans. Robin, schon der Name ist Programm, kann sich mit ihrer Rolle als Frau nicht abfinden. Zwar heiratet sie früh einen eher stutzerhaften Mann und bekommt sogar ein Kind von ihm, doch verlässt sie ihn bald danach, um ihre eigenen Wege zu gehen. In Paris liiert sie sich mit einer Frau, wandert aber bald zu jenem und jener um schließlich bei einer heruntergekommenen Hysterikerin zu landen. Am Schluss steht sie mit leeren Händen vor einem zerstörten Leben.
Djuna Barnes erzählt diese Geschichte mit einer beschwörenden, gleichsam ins Innere zielenden Sprache. Die Ereignisse scheinen sich in einem Panoptikum der Erwartungen und Enttäuschungen abzuspielen, die Menschen trotz physischer Nähe meilenweit voneinander entfernt zu sein. Wie in elegischer Trance zieht Robins Ehe mit Felix vorbei, Langeweile schlägt in Lebensüberdruss um und den radikalen Wunsch, alles zu ändern. Das alles schildert Djuna Barnes jedoch ohne den typischen "Action"-Stil, sondern distanziert und mit einer intensiven, hintergründigen Ironie. Ihre Heldin ist ihr Programm und Anschauungsobjekt gleichermaßen. Fast im Stile des "Fin de siècle" beschreibt sie die reale, gesellschaftliche und emotionelle Welt der Protagonistin.
Unter der Regie von Marina Dietz liest Anne Bennent den von Wolfgang Hildesheimer ins Deutsche übersetzten Roman. Dabei gelingt es ihr in beeindruckender Weise, die Atmosphäre gehobener Distanz, gesellschaftlicher Starre und innerer Ziellosigkeit zu erschaffen.
Die Hör-Version umfasst vier CDs mit einer mit einer Spieldauer von knapp vier Stundenund ist beim HÖR-Verlag unter der ISBN 3-89584-853-0 erschienen.
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