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Klaus Kordon hat sich darauf spezialisiert, wichtige Ereignisse vor allem der jüngeren Geschichten für jugendliche Leser/Hörer aufzubereiten und gleich- zeitig spannend und informativ darzustellen.
Im Jahr 1918 leidet ganz Berlin an den Folgen des langen Krieges, und auch der Junge Helle hungert mit seinen Geschwistern, während die Mutter in der Fabrik arbeitet und der Vater an der Front kämpft. Und dann steht eines Tages ein fremder, einarmiger Mann im Soldatenmantel vor der Tür - der Vater. Gleichzeitig geht das Gerücht um, der Krieg sei vor- bei und der Kaiser habe abgedankt. Für all das seien einige Matrosen in Kiel verantwortlich, die jetzt auch noch nach Berlin kämen und die Revolution dorthin tragen wollten.
Einer dieser Matrosen zieht in Helles Haus ein und dieser erhält so Kontakt zu ihnen und Einblick in die aktuellen Geschehnisse und ihre Hintergründe. Da sterben die ersten Nachbarn an verirrten oder geziel- ten Kugeln der Milizen, die Matrosen kämpfen für neue politische Strukturen, und überall in Berlin donnern Kanonen und fahren Lastwagen mit bewaf- neten Soldaten oder Freischärleren umher und bekämpfen sich gegenseitig.
Natürlich folgt Helle der strengen Aufforderung nicht, zu Hause zu bleiben, folgt den Matrosen in das Zentrum der Kämpfe in Berlin Mitte und erlebt dort hautnah Mord und Totschlag, so dass er froh sein muss, mit dem Leben davon zu kommen.
Klaus Kordon schildert die turbulenten Ereig- nisse aus der Sicht eines Dreizehnjährigen und bringt auch die Not und das Elend dieser Tage deutlich zum Ausdruck. Aber er schildert auch die Hoffnung der Bevölkerung und vor allem der jungen Leute auf eine bessere Zukunft, die dann leider von dem großen Verführer verraten wurde. Aber den kannte man zu diesem Zeitpunkt nch nicht, und erst einmal hieß es, die schweren Tage 1918/19 zu überstehen.
Das Audio-Buch besteht aus zwei Hörkas- setten mit einer Gesamtlaufzeit von 180 Minuten und ist im HÖR-Verlag unter der ISBN 3-89584-684-8 erschienen.
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