| Rainer Maria Rilke: "Duineser Elegien" |
| Eine Frau macht anderen Mut | |
Rainer Maria Rilke hat in den 1922 entstandenen "Duineser Elegien" seine Sicht des Lebens zusammengefasst. Geprägt sind diese schwer zugänglichen Dichtungen von den Eindrücken des Ersten Weltkriegen, wenn auch diese nicht unmittelbar zur Sprache kommen. Ähnlich wie auch Stefan George flüchtet sich Rilke geradezu vor der Wirklichkeit in eine kunstvolle Hochsprache, die der heutige Zuhörer nur nach längerem Einhören verstehen kann. Das Verständnis der Metaphern erfordert aktives Mitdenken und auch einige Kenntnisse der damals üblichen Allegorien und Vorstellungswelten.
RIlke beschwört in den Elegien eine Welt außer- halb der täglich Erlebten und Erlittenen. In dieser Welt herrscht keine Zeit und keine Vergänglichkeit. Der Dichter muss nach ihm die Dinge des Lebens umdichten in "die unsichtbare Schwingung und Erregtheit unserer Natur".
Der Name dieser Gedichtsammlung stammt von Schloss "Duino" bei Triest, in dem er als Gast der Schlossherrin vor und während des ersten Welt- krieges die ersten Elegien verfasste, bis der Kriegs- dienst eine Unterbrechung erzwang. Erst nach dem Kriege fand er mühsam zu der alten Schaffenskraft zurück, bevor er 1926 im Alter von 51 Jahren an Leukämie verstarb.
Edgar Selge liest unter der Regie von Klaus Bühlert mit feinfühliger Emphase alle zehn Elegien. Dem Hörer sei jedoch empfohlen, immer nur ein oder zwei Elegien in Folge zu hören, da sonst der intensive Eindruck zu einer Überforderung der Aufnahmefähigkeit führt.
Das Hörbuch umfasst zwei Audio-Kassetten mit einer Laufzeit von 79 Minuten und ist im Audio- Verlag unter der ISBN 3-89584-180-3 erschienen.
|