| Dick Francis: "Festgenagelt" |
| Kriminalhörspiel über Rennbetrug und Mord | |
In London treibt ein Pferdemörder sein Unwesen in den edlen Rennställen der Prinzessin de Brescou. Diese war von einem Geschäftspartner unter An- drohung von Racheakten erpresst worden, ihren Namen unter einen Vertrag zu setzen, der den Partnern viel Geld aber wenig Ehre eingebracht hätte. Als sie sich ein für allemal weigert, naht die Rache in Form der Pferdemorde. Damit ist das Plot klar und die große Schwäche des Hörspiels offen gelegt. Der Zuhörer weiß von Beginn an, wer hinter den Tiermorden steht, und die Spannung kann sich höchstens noch an seiner Entlarvung entzünden, die natürlich "in flagranti" erfolgen muss. Da sonst keiner zur Aufklärung der Untaten in der Lage ist, muss Jockey Kit Fielding selbst ran. Er spioniert dem Verdächtigen nach, folgt ihm durchs nächt- liche London und stellt ihm Fallen. Dabei gerät er selbst in Lebensgefahr, aber schließlich kann er nicht nur jedes Mal dieser Gefahr im letzten Augenblick entgehen, sondern er bringt auch den Bösewicht höchstpersönlich zur Strecke.
Das Hörspiel ist im dramaturgischen Aufbau ziem- lich konventionell. Wie in vielen älteren Krimis weht ein Hauch des adligen, konservativen Englands durch die Dialoge, fatalerweise ohne jegliche Ironie. Die Handlung ist schlicht aufgebaut, die Dialoge dienen mehr der Schilderung der gesellschaftlichen und erotischen Beziehungen als dem Aufbau eines spannungsreichen Konflikts und der Vorbereitung einer Lösung.
Alles in Allem bietet dieses Hörspiel recht leichte Unterhaltung für Stunden, die man sonst nicht besser füllen kann, und die Hand- lung bleibt nicht lange im Gedächtnis haften. Wer es leicht und konventionell mag, wer gerne in höhere Gesellschaftsschichten hineinschnuppert und sich am adligen Flair delektieren möchte, mag an diesem Hörspiel vielleicht sogar etwas Spaß finden.
Das Hörbuch umfasst 1 CD mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 43 Minuten und ist im Audio-Verlag unter der ISBN 3-89813-178-5 erschienen.
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