| Hildegard von Bingen:"Mein Herz schmilzt wie Eis am Feuer" |
| Eindringliche Verse einer unbedingten Gottesliebe | |
Die Mystiker des Mittelalters waren von einer tief empfundenen Liebe zu Gott erfüllt, die wohl nur in dieser Zeit geringer äußerer Ablenkungen und einer starken Fixierung auf das jenseitige Leben möglich war. Besonders die Frauen dieser Epoche fallen durch ihr geradezu loderndes Feuer und ihre Unbe- dingtheit auf. Zu Ihnen gehören Hildegard von Bingen (1098-1179), Mechthild von Magedeburg (1207-1282) und Gertrud die Große (1256-1301). Alle drei haben ihre Visionen niedergeschrieben und sie so der Nachwelt übermittelt. Auch heute noch wirken diese Texte durch ihre Emotionalität und Geradlinigkeit. bei Hildegard von Bingen kommen bei ihren Huldigungen Gottes und Christi geradezu - honi soit qui mal y pense - erotische Züge in die Sprache. Wüsste man nicht um den Hintergrund dieser anbetenden Verse, man könnte bisweilen durchaus weltliche Gründe vermuten. Hildegard von Bingen hat darüber hinaus auch noch eigene Musiken komponiert, die hier auch zu Gehör kommen.
"Hildegard von Bingen schildert in großartigen Bildern Anfang und Ende des Kosmos, Schöpfung, Fall und Erlösung des Menschen. In den Texten von Mechthild von Magdeburg ist immer die feurige Liebe Gottes zu spüren, die mit der Seele in einen innigen Dialog tritt. Gertrud die Große schließlich widmete sich dem Studium der theologischen Schriften und ihre belesenheit und Gelehrtheit machten sie berühmt."
Die Visionen der anderen beiden Mystikerin- nen werden ebenfalls durch Musik Hildegard von Bingens aufgelockert und ergänzt, so dass die gesamte CD einen sehr dichten und in sich geschlossenen Eindruck vermittelt. Eva Mattes trägt die Texte mit sehr viel Gespür für die tiefe Emotionalität vor, ohne in falsche Sentimentalität zu verfallen.
Das Hörbuch umfasst 1 CD mit einer Laufzeit von ca. 64 Minuten und ist im Kreuz-Verlag erschienen.
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