| Alexander von Schönburg: "Die Kunst des stilvollen Verarmens" |
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Einsichtige Lebensbetrachtungen eines "Losers" |
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Schönburgs Familie kennt die Kennzeichen des Niedergangs laut seinen eigenen Recherchen schon seit den erfolgreichen Tagen des Raubrittertums im Mittelalter, als sie ihren Ruhm und Wohlstand gründete. Danach ging es nur bergab, nur nicht so schön beschrieben wie bei den "Buddenbrooks". Nun denkt er über die wirklich wichtigen Dinge im Leben nach, und die liegen - oh Wunder - nicht im materiellen Wohlstand. Obwohl manche Erkenntnis trivial klingen mag, ist es doch immer wieder wichtig, sie in unserer konsum- und mediengeilen Welt so oft wie möglich zu wiederholen. Bei vielen Luxusgütern und -leistungen des täglichen Lebens mag man ihm aus vollem Herzen zustimmen, bei anderen - vor allem kulturellen Genüssen - schleicht sich manchmal das Gefühl ein, dass hier doch der Effekt der "sauren Trauben" eine gewisse Rolle spielt. Auch stellt der Autor so manche Bekanntschaft zu Größen der Medienwelt etwas zu penetrant in den Vordergrund und entzieht seinem eigenen Credo dadurch in gewisser Weise den Boden. In seiner den Umständen geschuldeten Askese schießt er andererseits bisweilen etwas über das Ziel hinaus und verteilt Noten für den gesellschaftlich erlaubten Grad an "Luxus", so dass seine Ausführungen zeitweise einen pharisäerhaften Zug annehmen. Dennoch hört sich das Ganze glaubwürdig an, und der Humor sowie die leise Selbstironie der Betrachtungen sind nicht zu überhören. Überdies zeigt von Schönburg durchaus erzählerisches Talent, kann er doch so manche Situation oder Betrachtung so zuspitzen, dass sie ins Schwarze trifft und dabei noch Schmunzeln und einen Erkenntnisreflex auslöst. Paul Matic, Schauspieler an verschiedenen Theatern in Deutschland und Österreich, liest Schönburgs Buch mit viel Gespür für den hintergründigen Humor und die leichte Ironie. Das Hörbuch besteht aus 2 CDs mit einer Spieldauer von ca. 146 Minuten ist im Audiobuch-Verlag unter der ISBN 3-89964-154-X erschienen. |