| Arne Dahl: "Rosenrot" |
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Ein neuer Dahl-Krimi um tödliche Beziehungen |
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Die A-Gruppe der Stockholmer Reichspolizei wird in die Ermittlungen einbezogen, weil zumindest der Verdacht internationaler Kriminalität nicht auszuschließen ist. Paul Hjelm und Kerstin Holm - vor Jahren kurzfristig auch ein privates Paar - vernehmen den Polizisten, der sich auf Notwehr beruft. Die Pistole mit zwei fehlenden Patronen, die man bei dem Asylanten gefunden hat, spricht für diese Interpretation, doch der Zuhörer weiß an dieser Stelle bereits mehr als die vernehmenden Beamten. Doch auch diese beiden merken sofort, dass an der Sache etwas faul ist, und Kerstin Holm sagt dem Kollegen auf den Kopf einen Mord zu, den sie natürlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht beweisen kann. Die Tatsache, dass es sich bei dem vernommenen Polizisten um ihren ehemaligen Verlobten handelt, erschwert die Angelegenheit für Kerstin Holm und lässt den Fall bereits zu diesem Zeitpunkt in einem besonderen Licht erscheinen. Parallel dazu erhält ein professioneller Einbrecher einen Tipp und entdeckt bei seinem darauf folgenden nächtlichen Einbruch eine verwesende Leiche, bei der ein seltsamer Abschiedsbrief mit schwerwiegenden Selbstbezichtigungen gefunden wird, die ebenfalls die "A-Gruppe" zum Zuge kommen lassen. Bei der Auswertung des Briefes stößt man auf die Leichen eines südschwedischen Landwirt-Ehepaares, das ebenfalls seit knapp zwei Wochen in einem Acker vergraben lag. Die "A-Gruppe" steht vor mehreren unklaren Fällen ohne greifbare Indizien und tut genau das, was gute Polizisten in solchen Fällen tun: sie untersuchen in mühsamer Kleinarbeit die Vergangenheit und das Umfeld aller Opfer und Verdächtigen - soweit vorhanden, und stoßen dabei auf immer weitere erstaunliche Tatsachen, die langsam aber sicher alle drei Fälle miteinander in Verbindung bringen. Wie bei einem Puzzle schält sich Indiz für Indiz ein Gesamtbild heraus, das anfangs nur schemenhafte Züge zeigt, dann aber zunehmend Konturen annimmt. Dabei fällt ein weiterer Verdacht auf eine bekannte Pharmafirma und speziell auf einen ihrer Manager. Doch als sich dieser Verdacht erhärtet, stirbt auch dieser Verdächtige unter so seltsamen wie grausamen Umständen. Stand der ehemalige Verlobte der Polizistin Holm anfangs nur unter dem Verdacht des Totschlags im Affekt - z. B. Fremdenhass -, so erhärtet sich dieser Verdacht bald in Richtung Mord, und alle Indizien weisen auf die anderen Fälle hin. Als dann plötzlich auch die Polizistin Holm als mögliches Opfer in den Strudel der Indizien hineingezogen wird, gewinnt das Geschehen dramatische Züge. Wie so oft, entfaltet sich kurz vor Schluss aus einem anfangs nur schemenhaften Eindruck des Geschehens plötzlich, bei Überschreiten einer bestimmten Informationsschwelle, schlagartig das Gesamtbild in voller Schärfe und das Team muss plötzlich in höchster Eile aufbrechen, um das Schlimmste zu verhüten und den Fall endgültig zu klären. Wie dieser "Showdown" abläuft und wie er endet, sollten sich die Leser dieser Zeilen selbst anhören. Es lohnt sich! Wieder liest Till Hagen, den man als "Dahl-Fan" mittlerweile fast als Freund betrachtet, mit viel Gespür für die Spannung und die psychologischen Details dieses kriminalistischen Beziehungsdramas. Das Hörbuch besteht aus 6 CDs mit einer Spieldauer von 475 Minuten und ist im Verlag Sprechende Bücher unter der ISBN 3-88698-820-1 erschienen und kostet 24,90 €. |