Zufrieden brettelt Groß und Klein......

Familienferien zu Ostern in Meiringen/Hasliberg
 
Ostern liegt dieses Jahr so spät, dass sicherlich so mancher Reiselustige nicht mehr an Wintersport denkt und lieber schon einen Vorgeschmack auf den Sommer gewinnen möchte. Wenn man jedoch erlebt hat, mit welcher Freude Kinder im Schnee herum- tollen, welchen Spaß sie beim Skifahren, Snowboarden oder Schlittenfahren haben, dann erscheint so ein später Winterurlaub durchaus noch einmal attraktiv. Die Sonne strahlt schon so intensiv, dass man sich im Pullover auf den Pisten bewegen kann, und man darf alles etwas gemächlicher angehen lassen. Dies gilt ganz besonders für das Skigebiet Meiringen-Hasliberg im Berner Oberland, wo viele Sonnenterrassen und Schneebars zum Freiluftspaß einladen.

Das Haslital erstreckt sich als brettflache Ebene zwischen hohen Gebirgszügen vom Brienzer See bis nach Meiringen. Vom langgezogenen Bergdorf Hasliberg und seinen Skihängen genießen die Wintersportler bei schönem Wetter den weiten Blick in die Ebene und auf den See. Auf der anderen Seite präsentieren sich die Gipfel der Schweizer Zentralalpen. Der beste Blick bietet sich dabei von dem "ALPEN Tower" auf der Bergstation Planplatten, einer Art Bergfried auf der Höhe, bei einem Gläschen "Williamsbirne". Panorama-Darstellungen auf der Innenseite des Turms erleichtern die Identifizierung der einzelnen Gipfel. Von der benachbarten Bergstation des Glogghüs-Lifts dagegen eröffnet sich ein atemberaubender Blick von einer nahezu senkrecht über 500 Meter abfallenden Kante in das friedliche Nachbartal mit seinen Liften und Pisten. Glücklicherweise steht am Aussichts- punkt ein mannshoher Bretterzaun, der nur den Blick hindurchlässt.....
 
Das Wintersportgebiet Meiringen/Hasliberg umfasst ein Skigelände von etwa 60 Pistenkilometern und führt bis auf eine Höhe von 2.433 Metern. Eine Pendelbahn, 3 Gondelbahnen, 4 Sessellifte und 4 Schlepplifte bieten sowohl den Anfängern als auch den Könnern genügend Möglichkeiten sich auszutoben. Hervorzuheben ist das „Skihäsli- land Bidmi“ auf halber Höhe, genau auf 1423 Metern. Es ist das Herzstück des Gebiets und hat ein großes Herz für Kinder – besonders die Kleinen. Unter kompetenter Anleitung der Ski- lehrer können die „Skihäsli“ durch Tore flitzen, kleine Slaloms fahren, erste Schanzenerfahrungen sammeln, das Liften üben und vieles andere mehr.


Die entlasteten Eltern können das Skigebiet nach Herzenslust genießen und dennoch immer „mal wieder“ nach den Sprösslingen schauen, da alle Abfahrten immer wieder nach Bidmi oder daran vorbei führen. Als weiterer Vorteil des Gebietes ist auch zu erwähnen, dass beide Ski- gebiete sowohl durch eine Traverse hoch am Kamm als auch durch Lifte miteinander verbunden sind, so dass man nicht erst zur Talstation fahren muss, um wieder an den Ausgangsort zu gelangen.
 
Für die jugendlichen Snowboarder gibt es Halfpipes und Funparks sowie großzügige Hänge, die zum Boarden in großen Kurven einladen. Hier kommen auch die Carver auf ihre Kosten. Wer jedoch all die neumodischen Fun-Sportarten nicht mitmachen möchte, kann getrost auch in Stemmschwüngen und langsamen Bögen über die Pisten kurven oder elegant im Telemark-Stil die Hänge queren. Kurse gibt es in allen Techniken, und selbst eingefleischte Skifahrer sollten sich zum Aus- probieren neuen Sportgeräts hinreißen lassen. Meistens macht es wirklich Spaß und heißt nicht umsonst „Funsport“. Die Wunschausrüstung kann man sich zum Beispiel bei "Glatthard Sport" in Meiringen oder in Hasliberg leihen und dabei auch noch täglich die Bretter wechseln, falls man mit dem ersten Modell nicht zu Rande kommt.

Wenn Oma und Opa gerne mit den Enkeln Urlaub machen und einerseits den Kindern etwas bieten und strahlende Kinderaugen erleben wollen, andererseits aber selbst nicht (mehr) Ski laufen, bietet das Wintersportgebiet um Meiringen ein großzügiges Netz von Winter-Wanderwegen, die wohl präpariert zum Spazierengehen oder Wandern einladen. 

Im Liftplan sind die Wanderwege „grün“ ausgewiesen und führen von Meiringen (600m) bis Käserstatt (1840m) oder zur Mägisalp (1708m).
Die Wanderer können zwischen kürzeren und länge- ren Routen wählen und an vielen Stellen Rastmöglichkeiten nutzen, auf Bänken ausruhen und die Winterlandschaft in aller Beschaulichkeit genießen. So manche Rundwanderung kann dabei sogar zum Tagesprogramm ausarten. Wer vom Carven oder Boarden ausruhen möchte, dem sei besonders das Häagen-Stübeli nahe der Mittelstation des Glogghüs-Liftes empfohlen. Aus 

einer alten Sennhütte haben hier die ortsansässigen Bauern in einer echten Gemeinschaftsaktion eine urgemütliche und preiswerte Jausenstation errichtet. Der kleine Gastraum fasst zwar nur 25 Besucher, dafür ist es für diejenigen, die bei schlechtem Wetter hier einen Platz ergattert haben, um so gemütlicher. Schnitzel und Pommes Frites sucht man hier vergeblich. Dafür findet man heimische Kost wie die Äplermagronen, Raclette oder Chäs-Röschti. Zum Nachtisch sollte man unbedingt den Haustrunk "Barbara" probieren, der verbrauchte Energie sofort zurück bringt. 
Wer keinen Gesprächspartners findet, sollte sich einmal die Fotoalben über die Geschichte dieser Almhütten anschauen. Bei Sonnenschein macht man es sich draußen auf rustikalen Bänken bei einem heißen Käsbratl bequem.


Wer nicht die dörfliche Abgeschiedenheit liebt, kann sich auch in Meiringen im Tal ein Quartier suchen. Der 3.500 Einwohner zählende Ort bietet einen Hauch von städtischem Flair und für den Abend Restaurants für verschiedene Geschmacksrichtungen. 
Wer es gern nostalgisch liebt, kann sich im Hotel "Du Sauvage" einmieten, einem typischen Pracht- bau des frühen 20. Jahrhunderts mit modern ein- gerichteten, komfortablen Zimmern und allen einschlägigen Eigenarten eines alten Hotels. Zum Charme dieser Häuser gehört es dann auch, dass ein Fahrstuhl einfach mal für einige Zeit seinen  Geist aufgibt, ohne dass dies grosse Unruhe unter dem Personal hervorruft. Auch im Frühstücksraum herrscht die fröhliche Atmo- sphäre einer straff organisier- ten Jugendher- berge, und wenn man die Bedienung auf den minderen Hitzegrad des Teewassers hinzuweisen wagt, kann es passieren, dass sie durch eine gekonnte Fingerprobe die Wärme des Wassers in den Kannen nachweist. Auch werden gekochte Eier schon mal auf Untertassen serviert, 

da die Eierbecher gerade ausgegangen sind. Aber den rechten Sportler stört dieses ebenso wenig wie die mehrere Tage alte Wurst in der Theke oder die mit altem Mobiliar zugestellten Treppenhäuser, die einen Slalom-Parcour zu Ehren des heiligen St. Florians abgeben. 

Wer es eher modern liebt. kann auch im Hotel "Victoria" nächtigen, das neben den modern ausgestatteten Zimmern eine gepflegte italienische Küche in passendem Ambiente bietet. Hier stimmt auch der aufmerksame Service. 
Wo man auch die Nacht in Meiringen verbringt, alles liegt zentral und ist leicht zu Fuß zu erreichen. So braucht man denn auch des Morgens kein Auto zur Gondelbahn, die nur knapp 10 Gehminuten vom Zentrum entfernt ist. 
Wer Meiringen im Frühjahr besucht, sollte bei  schönem Wetter ruhig einmal auf das Skilaufen verzichten - z.B. an einem überlaufenen Skisonntag - und sich einen Ausflug nach Brienz gönnen. Der Ort am gleichnamigen See bietet eine langgezogene Uferpromenade mit unverstelltem Seeblick, mehreren verführerischen Restaurant-Terrassen und sehenswerten Schnitzereien aus der ortsansässigen Schnitzerschule, die sich auch als ausgefallene Mitbringsel eignen. Ein Blick in eine Schnitzerwerkstatt kann auch nicht schaden, lernt man doch immer wieder etwas dazu.
 
Weitere Informationen auch über Osterpauschalen für Familien sind erhältlich im Internet oder über E-Mail.