| Kunst am See |
| Kreatives Arbeiten in einer idyllischen Umgebung | |
| Etwa
dreißig Kilometer westlich von Potsdam liegt der kleine Ort Lehnin
verkehrsgünstig an der Autobahn, jedoch weit genug von dieser entfernt,
um nicht vom Rauschen der Straße in seiner Ruhe gestört zu werden.
Historischer Mittelpunkt des Städtchens ist das "Lehniner
Kloster" mit der angeschlossenen Klinik, der Klostersee reicht mit
seinen Ausläufern bis in den Ortskern hinein und bietet den Bewohnern und
Gästen im Sommer Vergnügungen am und auf dem Wasser. Entlang den Ufern
des Klostersees und der anderen Seen in der Umgebung erstreckt sich die
brandenburgische Waldlandschaft.
In diesem wasser- und waldreichen Ambiente haben die beiden Maler Eckhart Haisch und Werner Sandmann das "Lehniner Institut für Kunst und Handwerk" gegründet. Auf dem am Klostersee gelegenen Gelände eines Sägewerkes, das nach der Wende den wirtschaftlichen Verhältnissen zum Opfer fiel, haben sie ein Gästehaus, eine Galerie und Seminarräume errichtet. dabei haben sie auf eine einfache, transparente und natürlich preiswerte Architektur geachtet. Doch gerade der Verzicht auf zeitgeistiges Design und die Beschränkung auf das Schlichte macht den Reiz der Anlage aus, die sich um eine große Rasenfläche mit Blick auf den See herum gruppiert. Unten, am Ufer, laden zwei großzügig verglaste Ateliers zum Malen und anderen kreativen Tätigkeiten ein. Eine kleine Plattform im See erlaubt Aufführungen von Theaterstücken oder Konzerte. Ein Halbrund von Sitzreihen am Ufer gegenüber der Plattform bildet ein kleines Amphitheater. In der zusätzlichen Galerie finden permanente Ausstellungen statt.
Neben Seminaren und verschiedenen Gruppenprogrammen bietet das Institut in den Sommermonaten eine "Sommerakademie" an. in diesen jeweils einwöchigen Kursen können Anfänger und Fortgeschrittene Aquarelltechnik, Ölmalerei, Zeichnen, Bildhauerei und andere Fertigkeiten der bildenden Künste erlernen und erweitern. Die Größe der gruppen wird bewusst klein gehalten, zwischen fünf und zwölf Teilnehmer, um eine individuelle Betreuung zu ermöglichen. Wenn das Wetter mitspielt, verteilen sich die angehenden (Hobby-)Künstler auf der Wiese oder unter den Bäumen, um sich dort direkt mit ihrem der Natur entnommenen Motiv auseinander zu setzen. Bei Regen und Kälte kann sich in die Atelierräume retten, dies war jedoch im August dieses Jahres nicht notwendig. Eher suchten die Teilnehmer den Schatten der Bäume.
Die künstlerische Betreuung durch erfahrene Künstler ist ausgesprochen individuell, und trotz intensiver Arbeit geht nie der Spaß und der entspannende Aspekt verloren. Schließlich verbringen die Teilnehmer hier einen Teil ihres Urlaubs und sollen den Aufenthalt auch als Ferien vom Alltag begreifen und genießen. Und wer zwischendurch eine kreative Krise durchlebt, springt einfach mal in den See, nimmt sich eines der Ruderboote - falls diese nicht als Motiv für die Maler herhalten müssen - oder joggt durch den Wald oder um den See. Danach ist jede eventuelle Blockade aufgebrochen und die künstlerische Produktivität schießt geradezu in die Höhe.
Auch um das
leibliche Wohl ihrer Gäste bemühen sich Werner Sandmann und Eckhart
Haisch persönlich. Die Verpflegung ist bekömmlich, schmackhaft und immer
mit künstlerischem Hauch angerichtet, und am Wochenende sieht man die
Gründer und Geschäftsführer auch schon einmal höchstpersönlich in der
Küche stehen. Die Zimmer sind adank de nahen Waldes und einer geschickten
Architektur auch bei sommerlicher Hitze angenehm kühl, so dass es sich
nachts ruhig und entspannend schläft. Institut für Kunst
und Handwerk im LIW e.V. Tel. 03382 734100 |