Was Leib und Seele zusammenhält...

Schlemmen und Genießen bei Johann Lafer in der "Stromburg"
 
Blick auf die Stromburg

Das kleine Städtchen Stromberg zwischen Bingen und Rheinböllen schmiegt sich in ein enges Tal westlich des Rheins. Über dem alten Ortskern thront weit sichtbar die Stromburg. Auf dieser kulinarischen Festung, die sich mit einer ins Tal gerichteten historischen Kanone gegen alle "Fast-Food-Feinde" wehrt, herrscht Meisterkoch Johann Lafer. Hier vergessen die Besucher Hektik und Anspannung des Alltags schnell und können sich für einen Abend oder ein Wochenende ganz den Genüssen der Zunge und des Gaumens hingeben. Jeweils eine knappe Autostunde von den Ballungszentrum Köln-Bonn und Rhein-Main entfernt, ist die Stromburg schnell und einfach über die A61 zu erreichen Bereits kurz hinter der Ausfahrt Stromberg weisen Schilder den Weg zu Johann Lafers kulinarischer Burg.

Rein äußerlich ist der Burgcharakter weitgehend erhalten geblieben. Ein wehrhafter, weit sichtbarer Rundturm, ein kleinerer Vierkantturm über dem Eingangsbereich und trutzige Mauern erwarten den Gast, wie es scheint, bereits seit Jahrhunderten. Doch kaum betritt man das Hotel, bleibt der spröde Charme der alten Gemäuer draußen, und eine wohlige Landhausatmosphäre umfängt den Gast mit Wärme und Geborgenheit. Vierzehn geräumige Zimmer, jedes individuell mit viel Charme und Phantasie eingerichtet und nach einem bekannten Küchenchef benannt - auch Johann Lafer selbst ist dabei -, laden zum Verweilen ein. Besonders reizvoll ist das Turmzimmer, das auf drei Ebenen eine großzügige Suite beherbergt und Burgcharakter wie modernen Komfort aufs Feinste vereinigt.

Der "Meister" selbst in seinem Küchenreich

Doch so schön das Wohnen auf der Stromburg erscheint, die Genießer kommen hauptsächlich aus kulinarischen Gründen hierher, für die Johann Lafers Phantasie und Kreativität steht. Sein Ideenreichtum scheint unerschöpflich, so dass selbst Stammgäste immer wieder neue Genüsse kennen lernen. Große Küche in Verbindung mit besten Weinen erlebt man im Gourmet-Restaurant "Le Val d´Or", einem stilvoll eingerichteten, intimen Raum mit mediterranem Flair und privater Atmosphäre.

Dienstags bis donnerstags ist der Schlemmertempel ab 19 Uhr geöffnet, samstags sowie an Sonn- und Feiertagen mittags ab 12 und abends ab 10 Uhr.  

 

Vorweihnachtsimpression aus dem Gourmet-Restaurant "Val d´Or"

Als Beispiel sei hier kurz ein sechsgängiges Menü beschrieben: 

  • es beginnt mit zwei raffinierten "Amuses Bouches", kleinen Köstlichkeiten, die mit einem Bissen verschwinden, aber einen bleibenden Eindruck hinterlassen und den Appetit auf mehr wecken. 
  • Danach kommt als erste echte Vorspeise eine "Terrine von der Entenstopfleber" mit Zwergorangen und Pekannuss-Brioche auf den Tisch; dazu reicht der professionelle Sommelier einen 1997er Tokaji "Aszu" aus Ungarn, der es mit seiner intensiven Süße mit der gehaltvollen Entenleber aufnehmen kann. 
  • Den anschließenden Fischgang - St.-Peter-Fisch mit jungem Spinat und Tomaten-Tortellini - begleitet ein 2003er "Johann Lafer "Cuvée JA" trocken vom Schlossgut Diel/Nahe. Das eigens für diesen Wein kreierte Etikett zeigt die Profile von Johann Lafer und dem Weingutbesitzer. 
  • Es folgt ein Sorbet von Tamarillo - einer exotischen Frucht aus Kolumbien, die nach Tomate riecht und ein wenig wie Stachelbeere schmeckt -, das sich durch Sämigkeit und herzhafte Süße auszeichnet. 
  • Danach geht es weiter mit einem gratinierten Bisonfilet mit Schwarzwurzeln und gebackenen Kartoffelnocken, dazu ein 2000er Chianti Classico "Azienda Fontodi" aus der Toskana, der einen gehaltvollen Hintergrundton zu dem kräftigen Bisonfleisch liefert. 
  • Der obligatorische Käasegang bietet eine Auswahl aus 33  Rohmilchkäsesorten, die ein kräftiger südafrikanischer 2001 Pinotage Unfiltered von der Laibach Winery in Stellenbosch erst richtig zur Geltung bringt. 
  • Den süßen Abschluss bildet ein Soufflé von Valrhona-Schokolade mit weißem Zimteis und dazu ein 1983er Port Vintape Ramos Pinto aus Portugal. 
  • Am Ende des Menüs fühlt man sich nicht erschlagen sondern glücklich verwöhnt, und es bleibt als Digestif der Tropfen Wehmut, dass es schon vorüber ist, aber auch die Neugier auf ein neues kulinarisches "Event", vielleicht im nächsten Jahr.

Die ausgezeichnete Lafersche Küche hat natürlich ihren Preis und lässt sich nicht von jedermann sozusagen "zwischendurch" genießen. Wer dennoch die Stromburg von ihrer gastronomischen Seite kennen lernen möchte, kann seine kulinarischen Bedürfnisse auch in der "Turmstube" befriedigen. Hier sind die Preise deutlich günstiger bei hervorragender Qualität, die ja bekanntlich zum wesentlichen Teil von frischen Produkten und deren Zubereitung abhängt. Und in diesem Punkte macht Johann Lafer keinen Unterschied zwischen den beiden Restaurants. So kostet ein Dreigang-Menü 35€ und fünf Gänge gibt es für 54€. Die Küche ist unkompliziert und schmackhaft, das Ambiente wohlig und heimelig. Hier hält man sich gerne länger auf.

Nach dem Essen könnte man ruhen oder tausend Schritte tun. Letzteres ist in der schönen Umgebung der Stromburg unbedingt zu empfehlen. Wandervorschläge gibt es an der Rezeption, schöne Rundwege von drei bis sechs Kilometern Länge beginnen nahe dem Haus. Wer weiter laufen möchte, findet entsprechende Wegstrecken. Für Golfer liegt der nächste 18-Loch-Platz quasi um die Ecke in Schindeldorf.

Wer das ein oder andere Menü nachkochen möchte, sollte nach dem Genuss einer Lafer-Kreation an der Rezeption der Stromburg eines der vielen Laferschen Kochbücher erwerben. Hier kann man sich nochmals optisch verwöhnen lassen und am heimischen Herd "große Küche" veranstalten. Die Rezepte lassen sich ohne Schwierigkeiten nachvollziehen, die Zutaten nicht allzu schwierig zu beschaffen. Der jedem Rezept zu Seite gestellte Tipp Johann Lafers verleiht dem Ganzen die Raffinesse, die große Kochkunst ausmacht.

Weitere Informationen sind erhältlich über

Telefon: 06724/93100

Internet: http://www.johannlafer.de

E-Mail: office@johannlafer.de