Golfen fern der Ballungszentren in erholsamer Abgeschiedenheit

"Golf de la Foret d'Orient" bei Troyes in der Champagne
 

Wer die Champagne rund um Troyes, L'Aube en Champagne genannt, erkunden will, kommt an den drei großen Seen östlich von Troyes nicht vorbei. Wer dann noch dem Spiel mit den kleinen Bällen, den vielen Schlägern und den lustvollen Abschlägen huldigt, der sollte sich einen Tag bei "Golf de la Foret d'Orient" gönnen. Westlich des Lac d'Orient, des größten der drei Seen, liegt die Anlage, rundherum durch Wald vom Getriebe der dort sowieso schon geruhsamen Welt abgeschottet. Von der zum Ort Géraudot führenden - gleichnamigen - Straße führt eine gewundene Abzweigung zum Golfplatz und zu dem vorgelagerten Hotel "Holiday Inn". Ein geräumiger Parkplatz lässt bereits die Frühphase einer Golfpartie entspannt ablaufen. Kein hektisches Suchen nach einer Parklücke wie bei so manchem Golfplatz in Ballungsgebieten, kein langer Anmarsch vom Auto zum Abschlag: hier sind alle Wege kurz, einschließlich der auf der Anlage selbst.

Abschlag von Loch 1 am "Holiday Inn"

 
 
 
Abschlag mitten auf dem Wasser
 
Das Gelände selbst ist leicht gewellt und stellt daher weder physisch noch spielerisch außergewöhnliche Anforderungen. Die fehlenden Höhenunterschiede haben die Platzarchitekten mit viel - echtem - Wasser kompensiert, um den Platz nicht zu leicht werden zu lassen. Obwohl es eine Reihe längerer Bahnen gibt - die längste ist 588 Meter lang -, wirkt der Platz nicht übermäßig groß. Die gesamte Anlage ist so kompakt konzipiert, dass die Spieler immer nur kurze Wege zu gehen haben. Das macht den Platz auch für ältere oder nicht besonders konditionsstarke Spieler angenehm zu spielen. Die Fairways sind breit und die Roughs dank sparsam gesetzter Sträucher und Bäume übersichtlich; wer einen Ball abseits der Fairways verzieht, muss dennoch nicht lange suchen. Nur an den Rändern geht der Platz in den Wals über, und hier muss man bei den Abschlägen schon darauf achten, nicht in die hohen Bäume zu spielen, denn einige Abschläge an diesen Stellen bieten doch - vor allem für die Herren - nur einen begrenzten Abschlagwinkel. Dafür entschädigen diese Bahnen durch ihren landschaftlichen Reiz und spenden im Sommer bei Hitze  obendrein etwas Schatten.
Dank der nahen Seen steht ausreichend Grundwasser für die Pflege der Anlage zur Verfügung. Die Fairways sind auch im Juli von sattem Grün und geben dem Golfer zeitweise das Gefühl, auf einem Teppich zu laufen. Die Greens sind - bis auf wenige Ausnahmen - relativ eben und stellen daher keine übermäßigen Anforderungen an das kurze Spiel.
 
Neben all diesen "golftechnischen" Vorzügen zeichnet diesen Platz darüber hinaus die enge Anbindung an das "Holiday Inn" aus. Als Spieler "fällt" man sozusagen aus dem Hintereingang auf die Bahn 1, und bei der Rückkehr landet man, von Loch 18 kommend an nahezu der selben Stelle. Das erspart einen längeren Anmarsch oder, wie bei manch anderem Golf-Hotel, die Anfahrt mit dem Auto. Das Hotel ist mit seiner weitgehend aus Naturholz bestehenden Fassade ideal in die Landschaft eingebettet und vermittelt beim ersten Blick dank seiner Architektur ein wenig den Eindruck eines typisch französischen Schlosses. Das war wohl auch so beabsichtigt, bietet die Region doch öfter den Blick auf ein "echtes" Schloss aus den feudalen Zeiten Frankreichs.
Natürlich bietet das "Holiday Inn" eine Reihe von Pauschal-Arrangements für Golf-Freunde und neben einer ausgezeichneten Verpflegung auch einen Swimming-Pool, in dem Golfer nach 18 Löchern die müden Beine entspannen können.
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Weitere Informationen unter www.holigest.com