Golf als Gebirgssport

Der Golfplatz Köstenberg am Wörthersee stellt körperliche Anforderungen
 
Blick über den Platz auf die Berge

Oberhalb des bekannten Kurorts Velden am Wörthersee befindet sich der Golfplatz Köstenberg. Die Straße von Velden windet sich entlang der sanften Hänge am Nordufer des Sees bis zu dem kleinen Ort Köstenberg hoch, an dessen westlichem Ende sich die Golfanlage erstreckt. Zur Charakterisierung des Platzes hier gleich ein Zitat aus der Homepage des vereins: "...Der alte Baumbestand wurde raffiniert in den Platz integriert und auch zahlreiche Feuchtbiotope erschweren das harte Golferleben. Unvergessen: Loch 10, ein Par 4 von 374 Meter - das Green tief unter dem Abschlag....". Diesem Zitat können wir aus vollem Herzen zustimmen. Das "harte Golferleben" besteht bei diesem Platz erst einmal in der erforderlichen Kondition, geht es doch auf und ab wie bei einer Bergwanderung. Nicht nur der Ball muss erhebliche Höhenunterschiede überwinden, sondern auch der Spieler samt - oftmals nicht elektrisch angetriebenem - Wagen.  Und für die Spieler gibt es leider keinen Driver, der sie mit einem Schlag 200 Meter bergauf befördert. Wer allerdings die nötige Kondition und Lust an körperlicher Bewegung mitbringt, findet hier ein kleines Juwel mit vielen spielerischen "Schmankerln".

Hier geht es von oben nach unten

Die Bahnen weisen teilweise eine starke seitliche Neigung auf, und an der tiefsten Stelle befindet sich - natürlich - ein Seitliches Wasser, ein Bunker oder ein Teich, was immer dem erfindungsreichen Architekten der Anlage eingefallen ist. Dazu sind manche Abschläge eng und erlauben dem Ball nur eine schmale Passage zwischen Scylla und Charybdis, so dass ein Spieler schon sehr zielsicher sein muss, um nicht durch Berg und Tal nach seinem Ball suchen zu müssen. Aber, ein Golfspieler kennt keine Schwierigkeiten, sondern nur Herausforderungen, und derer findet er auf diesem Platz zu Genüge.

Ein besonderes Merkmal dieses Platzes ist seine räumliche Großzügigkeit. Die Löcher sind geschickt in die bewaldeten Hänge integriert, und kaum einmal liegen zwei Löcher unmittelbar nebeneinander, ja, in einem Fall muss man sogar eine längere Wanderung unternehmen, um zum nächsten Loch zu gelangen. Diese Weitläufigkeit verleiht dem Spiel einen privaten, um nicht zu sagen intimen Charakter. Selten trifft man entgegenkommende Spieler, und Querschläge auf den Nachbar-Fairway sind so gut wie unmöglich.

Und wer sich zwischendurch von der Mühe etwas erholen möchte, kann einen Augenblick verschnaufen und den Blick auf die umliegenden Berge genießen. Natürlich steht für längere Erholungspausen - vor allem am Ende auch ein repräsentatives Clubhaus zur Verfügung, in dem man vor allem an feucht-kalten Tagen wieder für innere Erwärmung sorgen kann.

Detaillierter Informationen sind auf der Webseite des Clubs oder per E-Mail erhältlich.