Selbstfindung zwischen Berg und See

Körperliche und seelische Ertüchtigung im Hotel "Kolbitsch" am Weissensee
 
Blick auf den Weissensee 

Der Weissensee im westlichen Kärnten ist vor allem als Eisläufer-Paradies bekannt, da zumindest der Westteil des Sees jedes Jahr zufriert und Eislauf-Liebhabern einen wahren Tummelplatz bietet. Im Sommer dann lädt der See zum Bade, und die touristische Infrastruktur der Orte - Oberdorf, Gatschach, Techendorf, Naggl - zeigt, wie beliebt der See zu dieser Jahreszeit ist. Wenig erfährt man jedoch über das touristische Angebot im Herbst und im Frühjahr, obwohl es auch in diesen Jahreszeiten abwechslungsreiche Betätigungen für den Urlauber gibt. Für die Jogger und "Walker" - sei es in der normalen oder in der "Nordic"-Variante - bietet sich der Rundweg um den Westteil des Sees an. Ein durchgehend befestigter Weg führt über mehr als 6 Kilometer immer dicht am Wasser entlang, enthält nur minimale Höhenunterschiede und belohnt den Läufer in beiden Richtungen - Ost und West - mit einem weiten Blick in die Berglandschaft. Er ist auch unter der Bezeichnung "Promenadeweg" Teil der Laufparcours am Weissensee. Wer bereits morgens vor dem Frühstück unterwegs ist, läuft in die aufgehende Sonne hinein. An bestimmten Daten finden auf diesen Parcours unterschiedliche Laufwettbewerbe statt. Neben dem "Promenadenlauf" ist dabei besonders der "Internationale Weissensee-Triathlon" - 1 km Schwimmen, 17 km Mountainbike, 10,3 km Laufen - zu nennen. 



Bergwanderung über die Höhenrücken

Freunden des Bergsports ist eine Bergwanderung über den Hochtratten zu empfehlen. Am Westende des Sees zweigt der gut ausgeschilderte Wanderweg zu den südlichen Berghängen ab, und schon bald zieht er sich als steiler Trampelpfad oder in engen Serpentinen über Wurzeln, Moospolster und ausgewaschene Bachbetten. Erstes Ziel ist die "Weiße Wand", eine breite Felswand mitten in dem bewaldeten Steilhang, die ihren Namen wegen ihrer hellen Farbgebung erhalten hat. Kurz hinter der "Weißen Wand" kann man entweder zur "Gajacher Hütte" absteigen und dort Rast machen oder sich weiter auf den Hochtratten kämpfen, dessen Gipfel mit über 1600 Metern gute 700 Meter über dem Ausgangsort liegt. Im Oktober kann hier schon eine dünne Schneedecke liegen, so dass entsprechendes Schuhwerk zu empfehlen ist. Die Mühe lohnt sich jedoch, öffnet sich doch während des Aufstiegs immer wieder der Blick auf den tiefgrünen See drunten im Tal und auf die gegenüber liegenden, sanften Hänge, und diesen Blick kann man während einer kurzen Atempause genießen, die hin und wieder durchaus angebracht ist. 

Der Abstieg geht dann sozusagen in der "Diretissima" nach Techendorf hinunter. Hier muss man gut aufpassen, aber erfahrene Bergwanderer wissen sowieso, dass der Abstieg immer schwieriger als der Aufstieg ist. Erst kurz vor dem Ziel wird der Weg zur Serpentine, Knie und Schienbeine werden entlastet, und man schreitet schneller aus, der verdienten heißen Schokolade im Ort entgegen. Nach viereinhalb Stunden weiß man, was man getan hat, und kann die kräftige Abendmahlzeit im Hotel "Kolbitsch" guten Gewissens genießen.

Der Golfplatz in Berg

À propos Golfen: wer seinen Urlaub am Weissensee verbringt und Golf spielen möchte, findet in Berg im Drautal einen kleinen aber feinen 9-Loch-Platz, der vor einigen Jahren von drei lokalen Hoteliers angelegt wurde. Er spricht zwar vor allem Anfänger an, bietet aber auch Fortgeschrittenen einige anspruchsvolle Bahnen. Der Platz fügt sich am Ortsrand des beschaulichen Ortes unterhalb der Gailtaler Kalkalpenideal in die Landschaft und schmiegt sich an der Nordseite an die Drau. Zwischen den einzelnen Schlägen kann man hier vor allem den Blick das Drau-Tal hinunter genießen.

Weitere Informationen:

Region Weissensee:

Internet: www.weissensee.com E-Mail: info@weissensee.com

Hotel Kolbitsch:

Internet: www.tiscover.at/kolbitsch E-Mail: kolbitsch@netwqy.at