| Von der Piste zu der Therme |
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Ski-Safari durch das winterliche Kärnten |
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Das österreichische Bundesland Kärnten gilt als die Region der Seen - Wörther See, Millstätter See, Klopeiner See, Weissensee - um nur einige zu nennen. Sommer für Sommer verlocken diese malerisch zwischen Bergrücken eingebetteten Seen Wasser- und Sonnenfreunde, ihren Urlaub hier zu verbringen. Wer des Badens müde ist, erwandert die Bergrücken im milden Herbst oder blühenden Frühjahr, doch dass diese Region auch attraktive Skigebiete aufzuweisen hat, ist vielen Freunden der Nordalpen nicht in dem Maße bekannt, wie sie es verdient hätte. Daher vernimmt man in den Kärntner Skigebieten - neben dem österreichischen Idiom - oftmals mehr italienische und slowenische als deutsche Laute. Dabei sind die Kärntner Skigebiete trotz ihrer südlichen Lage ebenso schnell zu erreichen wie so manche andere Skigebiete der "Alpenrepublik". Der Millstätter See liegt mitten zwischen zwei der abwechslungsreichsten und bekanntesten Ski-Gebiete: Bad Kleinkirchheim und Katschberg.
Den Katschberg erreicht man über die Tauern-Autobahn A10, wobei man entweder die Abfahrt St. Michael nördlich des Katschbergtunnels oder die Abfahrt "Rennweg" südlich des Tunnels nehmen kann. Die "Katschberghöhe" liegt auf 1640 Meter Höhe und verbindet die beiden gegenüber liegenden Skigebiete Aineck (bis 2220 Meter ) und Tschaneck (2030 Meter). Die Tschaneck-Hänge bieten den Skiläufern eine Reihe von Schlepp- und Sesselliften unterschiedlicher Länge mit den dazugehörigen Pisten unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades. Wer es gemütlicher mag, verzieht sich seitlich zum Freiberg- oder Sonnleitn-Lift, wo breite Pisten mit mäßigem Gefälle das Skifahren zur schwungvollen Lust werden lassen. Wer es anspruchsvoller liebt, der stürzt sich bereits am Tschaneck-Gipfel in die schwarze Piste mit ihren anspruchsvollen aber ungefährlichen Steilhängen. Nachmittags zieht man dann gerne hinüber zur Aineck-Bahn, deren 3er-Sessellift die Skifahrer schnell auf den Aineck-Gipfel befördert, von wo man entweder einen Abstecher nach St. Margarethen über weite freie Hänge unternehmen oder sich in die schwarze "Direttissima" zurück zur Katschberghöhe wagen kann. Jedes hat seinen eigenen Reiz, und die schwarze Abfahrt kann man auch über weite, einfachere Hänge angenehm umgehen. So können sich auch weniger geübte Skiläufer hier ganztägig tummeln, ohne plötzlich vor unüberwindbaren Hindernissen zu stehen. Selbst wenn man unvermutet auf die schwarze Abfahrt gerät, findet man immer wieder Ausstiege auf die "normale" Piste. Außerdem führen alle Pisten wieder entweder direkt zur Katschberghöhe zurück oder zu einem Lift, der wieder dorthin führt. Verirren kann man sich am Katschberg nicht. Für Autofahrer stehen geräumige und kostenlose(!) Parkplätze zur Verfügung; der "Katschi-Express", ein Gespann aus einer Schneefräse als Lokomotive und einem Passagierwaggon, fährt die einzelnen Parkplätze permanent ab und sammelt die Skifahrer ein, um sie zur Seilbahn - oder später zurück zum Auto - zu bringen. Das erspart lange Wege in schweren Stiefeln! Die Pisten präsentierten sich in den schneereichen Tagen Anfang Januar in sehr gepflegtem Zustand und enthielten gerade die richtige Mischung aus fester Schneedecke und lockerem Tiefschnee, die das Skifahren zum wahren Spaß macht. Ansonsten zeigt sich der Katschberg als eine typische Skifahrer-Hochburg. Der Sport steht im Vordergrund, eine dörfliche Infrastruktur existiert hier nicht, Hotels und die üblichen Restaurant prägen den Stil dieses Gebiets, das vor allem vom Vorteil der kurzen Wege lebt.
Bad
Klein-Kirchheim dagegen, das östlich des
Millstätter Sees über Radenthein und eine verwunschene
und kurvenreich ansteigende Straße zu erreichen ist,
präsentiert sich als lang gezogener Ferienort in einem
weiten Tal zwischen zwei bewaldeten Höhenzügen. Der
Ort selbst bietet alle Einrichtungen, die das Herz des
Gastes begehrt. Im Mittelpunkt steht eine großzügige
Thermenlandschaft, deren Nutzung im Skipass enthalten
ist und in denen man Tage des Schneefalls oder
unsichtigen Wetters auf angenehme Weise verbringen kann.
Wer die frische Luft genießen will ohne sich die Ski
unterzuschnallen, kann bummeln gehen oder die gepflegten
Wanderwege nutzen. Bad Klein-Kirchheim ist ein
Wintersportort für jeden Geschmack, wenn auch bei gutem
Schnee das Skilaufen natürlich im Vordergrund steht.
zwei große Skigebiete prägen den Ort: Mit der
Kaiserburg-Gondel oder dem Maibrunn-Sessellift gelangt
man auf die Kaiserburg (2055 m) sowie die Maibrunn-Alm
(1760 m) bzw. den "Strohsack" (1904 m). Beide
Skigebiete sind untereinander durch einen Sessellift
verbunden, so dass man beliebig zwischen den Hängen
wechseln kann. Wer das ausgedehnte Gebiet von Kaiserburg
bis Maibrunn ausgiebig abgefahren hat, dem steht der
Sinn vielleicht nach Ortsveränderung. Nichts leichter
als das: auf der anderen Seite des Tales locken die
Hänge der Nockberge. Zum Sonnenwiesenlift auf der
anderen Straßenseite kann man fast vollständig per Ski
gelangen. Erst auf den letzten Metern muss man auf der
Fahrt von der Maibrunn-Talstation in der
Straßenunterführung die Ski abschnallen. Dann jedoch
führen zwei Sessellifte auf die Nockalm (1870 m)
hinauf, von der aus man einen herrlichen Rundblick bis
hin zum Millstätter See genießt - falls das Wetter es
zulässt. Von der Nockalm geht es durch den Wald hinab
entweder wieder zur Ausgangsstation oder nach St.
Oswald. Hier endete noch vor wenigen Jahren die Skiwelt
des Seitentales. Mittlerweile jedoch hat man das
Skigebiet weiter in das Seitental ausdehnt. Über
verschiedene neue Lifte auf dem Bergrücken -
Schartenlifte und Spitzegglift - gelangt man bis zur
Brunnach-Höhe (1901 m), von der man bis zur Talstation
der Nationalparkbahn "Brunnach" abfahren kann.
Wer jedoch sein Auto in St. Oswald oder an der
Nockalm-Bahn abgestellt hat. kann jederzeit wieder auf
den Höhenrücken zurück und dann auf seiner
Wunschabfahrt ins Tal gleiten. Hier oben kann man
wirklich einen ganzen Skitag verbringen, ohne eine
Abfahrt zwei Mal zu fahren. Obendrein verlockt der
herrliche Rundumblick immer wieder dazu, stehen zu
bleiben und das Panorama zu genießen.
Nach einem langen Skitag
genießt man dann die wohlige Wärme des Wassers in der
Therme "St. Kathrein" oder in der
"Römer-Therme". Der großzügige Ausbau der
Thermenlandschaft lässt jeden Wasserfreund sein
Plätzchen finden und verhindert selbst bei schlechtem
Wetter allzu großes Gedränge.
Der "Kärntner
Skipass Gold" eröffnet dem Skifahrer noch weitere
Skigebiete, sei es das übersichtliche "Goldegg"
bei Spittal, der Mölltal-Gletscher - vor allem im
Frühjahr - oder das weitläufige Skigebiet Nassfeld,
das jedoch vom Millstätter See aus eine etwas längere
Anfahrt erfordert. Unsere viertägige Tour durch
die Skiwelt Kärntens beschränkte sich daher auf die
beiden hier beschriebenen Gebiete, die jedem Skifahrer
für eine Woche ausreichend Gelegenheit bieten, sein
Können zu testen und die Kärntner Bergwelt kennen zu
lernen. Und wer einmal gar nicht Skifahren möchte, kann
eine winterliche Wanderung entlang des meist offenen
Millstätter Sees unternehmen, der fernab der großen
Fernverkehrsstraßen und des touristischen Trubels der
Skiorte Ruhe und Abgeschiedenheit ausstrahlt und im
Frühjahr wieder zu touristischem Leben erwacht.
Weitere Informationen sind
erhältlich über die Webseite
und E-Mail
der Millstätter See Tourismus GmbH.
Frank Raudszus
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